Ein neues Besatzungsmitglied

Ich bin Edo san gerade 3 Monate alt und Leichtmatrose
Ich bin Edo san gerade 3 Monate alt und Leichtmatrose

Liebe Leser,

sicherlich ist Euch aufgefallen, dass die Blogberichte nicht mehr ganz so häufig erscheinen wie noch vor zwei Jahren. Dies hat mehrere Gründe.  Zum Einen muss ich nicht mehr nacharbeiten wie am Anfang des Blogs. Da waren viele Geschichten in meinem Kopf aber eben noch nicht zu Papier oder in den PC gebracht. Dann hat man natürlich als Autor irgendawann das Problem, dass sich viele Abläufe in den Geschichten wiederholen. Bei uns kommt jetzt noch hinzu, dass wir ab Juli ein neues Besatzungsmitglied bei uns haben und ich erst das Training mit dem kleinen Kerl im Sommer  beginnen kann. Mit diesem kleinen Kerl ist auch klar, dass das Segeln etwas in den Hintergrund rückt. Für Interessierte, es handelt sich dabei um einen "Shiba inu"  zu deutsch ein japanischer Spitz. Viele kennen den Film "Hatchi ko" das ist zwar ein "shiba akita" aber die Welpenaufnahmen wurden mit einem "Shiba Inu" gedreht. Vom Verhalten her sind die Beiden sehr ähnlich. Wer mehr über unseren Edo san wissen möchte schaue auf Edos Blog "shibaedosan.de"

Also nun wisst Ihr liebe Leser warum ich nicht so recht aus dem Quark komme. Dabei haben Gabi und ich noch einige sportliche Touren unternommen.

So hatten wir einen Tag mit ordentlichem Katamaran Wind. Aus dem Logbuch:

Wind 4 bis 5 Bauefort in Böen sogar 7

Maxumale Geschwindigkeit 28,5 km/h =13 kn

Lufttemperatur 23° C und Wasser 20° C also perfekt!

Sonne mit Wolken im Wechsel

Dies sind wie oben schon erwähnt für uns beide die perfekten Katamaran Bedingungen. Mancher wird sich fragen warum wir nicht über 30 km/h kommen. Dies liegt ganz einfach an den Wellen. Wellengang bremst. Sieht zwar super aus, wenn wir durch die Wellen schießen ist aber eben der Geschwindigkeit abträglich. Aber ich finde mit einem Schlauchkatamaran mit 28 km/ h durch die Wellen zu schießen ist auch schon sportlich. Ich habe mein Kamaraset montiert um Euch liebe Leser noch einen kleinen Eindruck von unserer Speed tour zu vermitteln.

 

 

Die Gischt fliegt über das Trampolin
Die Gischt fliegt über das Trampolin

Nach dem alle Vorbereitungen zum Start getroffen sind legen wir in bekannter Weise von unserem Strand ab. Gabi hat alles auf dem Trampolin klariert und hat die Pinne übernommen . Ich drehe unseren Evo in den Wind und hecht wie immer elegant auf das Trampolin. Während Gabi uns über unsere vorgelagerten Untiefen steuert setzte ich das Ruder durch. Nun muss Gabi kurz in den Wind schießen, damit ich unser Schwert durchsetzen kann. Als dies auch erledigt ist dreht Gabi in den Wind und wir tauschen die Plätze. Es ist nich so, das Gabi den Evo nicht steuern kann. Aber unsere Gewichtsverteilung ist so, dass es besser ist wenn Gabi im Trapez steht. Sie hat für unser Boot das bessere Gewicht dafür. Jeder kennt das vielleicht auch, dass man irgendwan ohne viel zu sagen eingespielt ist. Segel ich zum Beispiel mit meinem Freund Curt bin ich in der Regel der Vorschoter, obwohl wir mit meinem Cat unterwegs sind. Dies liegt ganz einfach daran, dass ich dann viel besser fotografieren und filmen kann. Dies hat sich einfach so eingespielt.

Nun haben wir die uns vorgelagerte Insel passiert und kommen auch schon in den Wellenbereich. Ich falle etwas ab, damit wir nicht all zu doll durch die Wellen stampfen. Ein wenig muß ich noch an Höhe gewinnen bevor ich eine Wende einleiten kann um das Speedsegeln zu starten.

Der Wendepunkt ist erreicht, wir gehen durch den Wind und schon muss Gabi schnell sein. Sich in den Trapezhaken einhaken und mit den Beinen auf dem Rumpf nach ausen drücken ist bei ihr mittlerweile eine fließende Bewegung geworden.

Ich hole die großschot dicht um genügend Gegendruck im Segel zu bekommen. Schon schießen wir über und durch die Wellen. Dieser Kurs ist nicht ganz so günstig ,da wir die Wellen von schräg vorne bekommen. Das stoppt die Geschwindigkeit und und ich muss aufpassen, das Gabi nicht in die Wellen taucht. Ansonsten hat meine Vorschoterin eindeutig den beseren Platz. Sie muss zwar auch aufpassen was der Wind macht aber sie spürt über das Trapezseil wann sie wieder schnell zurück auf das Trampolin kommen muss. Natürlich geht dies auch umgekehrt, dass sie spürt wann sie raus kann oder sogar muss. Ich selbst hingegen sitze doch recht statisch auf meinem Platz und werde von der Gischt überschüttet.

Dafür ist meine mentale Anspannung recht hoch. Bei diesen Windverhältnissen muss ich recht konzentriert sein und auf die Böen achten. Wenn so eine 7er um die Ecke kommt muss ich mein Großsegel etwas öffnen, damit es keinen Bruch gibt. Ist die Bö durch heißt es Großschot dicht, damit Gabi nicht nach Luf abtaucht. Wie schon erwähnt, da reagiert der Evo empfindlicher als z.B. der Hurricane. Mittlerweile haben wir den nächsten Wendepunkt erreicht und wir gehen wieder durch den Wind. Dabei sollte man mit einem Katamaran eine Art Bogen segheln, sonst verliert man zuviel Fahrt. Jetzt haben wir die Schokoladenrichtung. Wellen von schräg hinten und den Wind auch. Jetzt geht richtig die Post ab und wir erreichen unsere Höchstgeschwindigkeit. Das ist mal wieder Katamaransegeln vom allerfeinsten. So können wir natürlich nicht mit Edo san segeln, da muss er dann mal einen Augenblick den Wohnwagen bewachen.

Nach gut 2 Stunden Powersegeln schwinden uns die Kräfte und wir streben unserem Strand zu. Dies war ein gelungener Segelnachmittag. Jetzt das Boot an seinen Platz ziehen und dann gibt es einen schönen Kaffee mit Kuchen. Das haben wir uns verdient.

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