wir sind wieder da

Es ist ein schönes Boot nur nichts für uns haben wir festgestellt
Es ist ein schönes Boot nur nichts für uns haben wir festgestellt

Hallo liebe Leser,

ja es war sehr lange hier in diesem Blog sehr ruhig. Um so mehr freut es uns das unser kleiner Blog bei den Schlauchis immer noch gut ankommt. Was war der Grund für diese Stille. Zum einen die Ausbildung von unserem kleinen Leichtmatrosen. Nicht auf dem Schlauchkatamaran sondern allgemein für Feld und Flur. Weiterhin haben wir einen kleinen Abstecher in die Dickschifffahrt unternommen. Mussten aber jetzt feststellen, dass dies nichts für uns ist. Zum einen kann ich das Schiffchen auf Grund der vielen Untiefen vor unserem Hafen nicht alleine handhaben. Zum Anderen gefällt diese Art des Segeln Gabi gar nicht. Einfach zu wenig Aktion und das rein und raus aus unserem kleinen Hafen zu aufregend. Auch Edo san findet es doof , rutscht er doch permanent auf dem glatten Kunststoffdeck aus. Nee, das ist nichts für ihn. Sobald ich mit Edo san zum Hafen abbiege zerrt er wie wild in die andere Richtung. Also gut somit hat sich diese Episode erledigt. Der Dampfer wird wieder verkauft und wir widmen uns wieder unserem Schlauchcat. 

Somit wird es in der nächsten Saison wieder Segelberichte von unserem Schlauchi geben. Es fällt uns auf jeden Fall selber auf, dass wir immer wieder zu unserem Gummicat zurückkommen. Sei es der Test des K4X von Top cat oder eben unser Versuch mit dem Dickschiff. Unser Grabner cat hat einfach unschlagbare Vorteile. Wir freuen uns schon auf die nächste Saison. Bauliche Veränderungen stehen nicht mehr an. Außer das wir einige Popnieten neu setzen müssen. Hier unterstützt uns Aquamarin aus Kiel. 

 

Dies ist vielleicht noch ein erwähnenswerter Punkt. Ich hatte ja die Bugvertrebungen selber montiert und durfte dabei ja leidvoll feststellen das ich mit meinem Heimwerkzeug 6mm Edelstahl Popnieten nicht mehr ziehen kann. Daher habe ich aus der Not heraus mich für 6mm Alu Popnieten entschieden. Nun ist einfach der Zeitpunkt gekommen wo ich diese Nieten tauschen muss. Ein Besuch bei Aqua Marin ergab, das ich hier Unterstützung bekomme. Der Inhaber hat eine entsprechende Zange. Prima, ich nehme mir nur die Teile mit die ich brauche und muss nicht das ganze Boot zum Händler transportieren. das ist einfach praktisch. Aber vielleicht nehme ich doch das ganze Boot mit und segel noch eine kleine Rund auf der Ostsee mal sehen.

Danke für Euer Interesse an diesem kleinen Blog und weiterhin viel Freude damit.

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Unser Leichtmatrose wird ausgebildet

Edo san fühlt sich ganz wohl ,alles im Blick
Edo san fühlt sich ganz wohl ,alles im Blick

 

 

Dieses Jahr ist ja vieles anders. Mittlerweile ist unser kleiner vierbeiniger Neuzugang ordentlich gewachsen. So ist es an der Zeit zu testen ob Edo das Segeln überhaupt gefällt. Da Edo in seinem Blog selber berichtet, lasse ich Ihn auch hier im Segelblog zu Wort kommen.

Meine Leute haben neben mir noch eine Leidenschaft sie segeln gerne. Nun ist es in der Regel so, dass ein Segeltörn meistens etwas dauert. Das Boot muss klar gemacht werden , das dauert schon seine Zeit und dann die Tour selber eben auch. So sind selbst bei einer kleinen Tour 3 bis 4 Stunden schnell rum. Klar kann ich im Wohnwagen bleiben und ein schönes Schläfchen halten. Aber Herrchen möchte auch das ich dabei bin . Also meint er, dass ich eine Segelausbildung bekommen muss. Meine Leute haben einen Strandcatamaran wo ich meine ersten Segelerfahrungen machen soll. So geht es los zum Hafen, dort kenne ich mich aus habe Herrchen schließlich beim Stegbau geholfen. Während Herrchen den Katamaran vorbereitet lege ich mich fürs erste in den Schatten der anderen Boote. Ist heute ziemlich warm. Wind haben wir wenig, aber genau das wollte Herrchen auch. Ich soll mich erst einmal an das Trampolin gewöhnen und nach Möglichkeit nicht von Bord springen. Jetzt ziehen Herrchen und ich den Katamaran gemeinsam zum Strand und bringen in zu Wasser. Den Katamaran bindet Herrchen etwas weiter draußen an einen Pfahl an und nimmt mich anschließend auf den Arm und trägt mich an Bord. ,

Das mit dem Tragen finde ich per see nicht so gut , bin schließlich groß und stolz und kann alles selber. Als ich auf das Trampolin gesetzt werde ist es schon ein komisches Gefühl. Geht aber. Habe mich schnell an die Sache gewöhnt. Herrchen zieht das Großsegel hoch damit ich mich daran gewöhne, dass etwas über meinem Kopf hin und her schwingt. Alles kein Problem bis jetzt. Jetzt kommt Herrchen an Bord und wir teilen uns das Trampolin. Dies geht wunderbar, alles kein Problem und ich habe auch nicht die Lust über Bord in das Wasser zu springen. Nachdem ich dies alles sehr souverän gemeistert habe beschließt Herrchen doch eine kleine Probetour mit mir zu unternehmen. Der leichte Wind hier auf dem Wasser ist für mich sehr angenehm. So schäkelt Herrchen das Großsegel ein, löst die Leine welche uns am Pfosten gehalten hat und schon gleiten wir dahin. Das ist gar nicht so schlecht. Ich fühle mich gut und weiß instinktiv wo ich mich aufhalten muss wenn mein Herrchen ein Manöver fahren muss. So drehen wir ganz gemütlich 3 Runden und haben unseren Spaß. Herrchen möchte es nicht übertreiben und so geht es auch schon wieder zurück an den Strand. Während Herrchen alles wieder abbaut, kann ich in der Nähe den Strand erkunden. Aus meiner Sicht ein ganz netter und abwechslungsreicher Nachmittag. Ach so, eine Schwimmweste für Hunde habe ich nicht getragen. Allein das Hundegeschirr anziehen ist Majestätsbeleidigung ,da kommt so eine Weste schon gar nicht in Frage.

 

 

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Ein neues Besatzungsmitglied

Ich bin Edo san gerade 3 Monate alt und Leichtmatrose
Ich bin Edo san gerade 3 Monate alt und Leichtmatrose

Liebe Leser,

sicherlich ist Euch aufgefallen, dass die Blogberichte nicht mehr ganz so häufig erscheinen wie noch vor zwei Jahren. Dies hat mehrere Gründe.  Zum Einen muss ich nicht mehr nacharbeiten wie am Anfang des Blogs. Da waren viele Geschichten in meinem Kopf aber eben noch nicht zu Papier oder in den PC gebracht. Dann hat man natürlich als Autor irgendawann das Problem, dass sich viele Abläufe in den Geschichten wiederholen. Bei uns kommt jetzt noch hinzu, dass wir ab Juli ein neues Besatzungsmitglied bei uns haben und ich erst das Training mit dem kleinen Kerl im Sommer  beginnen kann. Mit diesem kleinen Kerl ist auch klar, dass das Segeln etwas in den Hintergrund rückt. Für Interessierte, es handelt sich dabei um einen "Shiba inu"  zu deutsch ein japanischer Spitz. Viele kennen den Film "Hatchi ko" das ist zwar ein "shiba akita" aber die Welpenaufnahmen wurden mit einem "Shiba Inu" gedreht. Vom Verhalten her sind die Beiden sehr ähnlich. Wer mehr über unseren Edo san wissen möchte schaue auf Edos Blog "shibaedosan.de"

Also nun wisst Ihr liebe Leser warum ich nicht so recht aus dem Quark komme. Dabei haben Gabi und ich noch einige sportliche Touren unternommen.

So hatten wir einen Tag mit ordentlichem Katamaran Wind. Aus dem Logbuch:

Wind 4 bis 5 Bauefort in Böen sogar 7

Maxumale Geschwindigkeit 28,5 km/h =13 kn

Lufttemperatur 23° C und Wasser 20° C also perfekt!

Sonne mit Wolken im Wechsel

Dies sind wie oben schon erwähnt für uns beide die perfekten Katamaran Bedingungen. Mancher wird sich fragen warum wir nicht über 30 km/h kommen. Dies liegt ganz einfach an den Wellen. Wellengang bremst. Sieht zwar super aus, wenn wir durch die Wellen schießen ist aber eben der Geschwindigkeit abträglich. Aber ich finde mit einem Schlauchkatamaran mit 28 km/ h durch die Wellen zu schießen ist auch schon sportlich. Ich habe mein Kamaraset montiert um Euch liebe Leser noch einen kleinen Eindruck von unserer Speed tour zu vermitteln.

 

 

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Unter dem Gennaker

Heute ist ein wunderschöner Tag. Ideal um mit unserem Evo auf den See hinaus zu segeln. Die Rahmenbedingungen sehen heute wie folgt aus:

Wind aus Nord mit einer Stärke von drei beaufort bis ende 4 beaufort ansteigend. Sonst klarer Himmel und sonnig. Das Wasser selbst immer noch so um die 13 °C.

Dies bedeutet für uns, dass wir in die Trockenanzüge steigen. Auf Grund der heutigen Windbedingungen wollen wir den Gennaker setzen. Nun ist es so, dass wir selbst für das Auftakeln des aufgebauten Katamarans unsere Zeit benötigen. So auch heute, es dauert seine Zeit bis der Gennaker aufgetakelt ist und die Leinenführung überprüft ist. Dann erst wird der Katamaran von uns an den Strand gezogen. Meistens werden wir auch noch durch einen kleinen Klönschnack                  ( Hochdeutsch "Gespräch" ) aufgehalten.

Hätten wir von Anfang an unsere Trockenanzüge an wären wir schon beim Start völlig durchgeschwitzt und kaputt. Daher werden die Trockenanzüge erst kurz vor dem Start von uns angezogen. Ich habe zum Teil auch noch mit meinem Kamera-Äquitment zu kämpfen. An die Bugspritkamera komme ich z.B. während der Segeltur nicht mehr ran. Somit muss die Einstellung schon an Land erfolgen.

 

Nun haben wir den Katamaran am Strand und das Großsegel ist gesetzt. Wir springen in unsere Trockenanzüge und begeben uns in gewohnter Weise auf den See. Der Wind ist heute genial für unsere Gennakertour. Unser Seeteil hat seine längste Ausrichtung in der Nord-Südachse. Wir kreuzen also zu erst leicht nach Norden auf drehen dann noch links weg. " Okay, Gabi kannst die Fock weg nehmen und den Gennaker ausrollen. " Gebe ich Gabi das Kommando. Meine Vorschoterin ist natürlich schnell bei der Sache. Zügig ist die Fock eingerollt und der Gennaker an der Gennakerschot schnell abgerollt. Ich fall etwas ab damit unsere Blase optimal den leichten Wind einfangen kann . Nun geht es zügig aber doch irgendwie gemächlich gen Süden. Ja, ich weiß zügig und gemächlich passt nicht so zusammen. Aber richtig zügig sieht bei uns ja auch anders aus. Es muss im Moment keiner im Trapez stehen sondern wir lümmeln auf dem Trampolin. Kommen aber trotzdem mit 15 km/h voran. Aufgrund unserer Bugspritkonstruktion traue ich mich nicht den Gennaker so zu segeln wie es bei den großen Katamaranen üblich ist. Auch die Firma Grabner beschreibt ihren Gennaker als Leichtwindsegel. Daher segeln wir mit unserem Gennaker eher gemütlich.

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Erste Fahrt 2019

Nun ist schon die Segelsaison 2019 zumindest für uns vorbei. Dieses Jahr war, was das Segeln anbelangt, ein recht normales Jahr für uns. Zumindest ist es das erste Jahr wo ich ohne weitere Modifikationen an unserem Evo auf das Wasser gehe.

Aus dem Logbuch:

Wind 2 bis 3 Bouefort aus NW

Wetter ist sonnig das Wasser hat ca. 12° C

Genau das richtige Wetter für einen Saisonstart und den ersten Praxiseinsatz unser neuen Trockenanzüge von Dry fashion. Unter den Trockenanzügen tragen wir leichte Sportunterwäsche, darüber einen Fliesoverrall und dann kommt der Trockenanzug. Diese Kombination hat sich bei diesen Temperaturen als sehr gut erwiesen. Die neuen Trockenanzüge sind schön leicht und trotzdem stabil vom Material. Wir können uns mit ihnen sehr gut bewegen.Unsere Bewegungsfreiheit wird jetzt durch das Anlegen der Trapezhose und der Schwimmweste leicht eingeschränkt. Am meisten schränkt einen  die Trapezhose ein.

Wenn man die Trapezhose zu locker trägt, fühlt es sich nachher wenn man im Trapez hängt nicht gut an. Gabi ist auf jeden Fall ganz begeistert von ihrem neuen Anzug. Hatte sie doch vorher einen recht schweren Of shore Trockenanzug an. Diesen kann sie jetzt für Ausfahrten mit unserem Cat im Winter benutzen.

Aber bevor es überhaupt los geht, heißt es ja ersteinmal den Cat aufbauen. Dies geht mittlerweile recht routiniert und in einer Stunde ist aus den drei Packsäcken ein stattlicher Catamaran erwachsen. Oh Wunder, wir haben auch alle Teile dabei die wir benötigen. Dies ist auch keine Selbstverständlichkeit bei uns.

 

Der Cat ist klar und auch wir sind angeplündert und können zum ersten Törn der Saison 2019 aufbrechen. Die Abläufe für den Start zu zweit sind eingespielt, die Leser welche uns schon länger begleiten kennen unsere Abläufe sicherlich. Nach dem der Cat im Wasser liegt und Gabi den Bootswagen wieder an Land verbracht hat halte ich den Cat so gegen den Wind, das Gabi in aller Ruhe auf dem Trampolin alles klar machen kann.Wenn man den Leinensalat nich vor dem Start unter Kontrolle hat endet dies meistens in einem Fiasko nach dem Start.  Da wären den Cunningham durchsetzen die Schwertleine lösen , die Aufholleine vom Ruderblatt lösen und natürlich die Schot einhängen. Die Entscheidung welches Loch wir in der Lochplatte nutzen, treffen wir immer gemeinsam. Da heute wirklich wenig Wind herrscht, entscheiden wir uns für das letzte Loch. Gabi gibt mir das Okay und ich schiebe den Cat noch etwas hinaus bevor ich ihn in den Wind drehe und mich auf das Trampolin ziehe.  Gabi holt die Großschot dicht und wir nehmen unter Groß leicht Fahrt auf. Da unserem Strand noch einige Untifen vorgelagert sind können wir das Schwert und Ruder nicht gleich durchsetzen. Erst wenn wir diese passiert haben, dreht Gabi in den Wind und ich setze erst das Schwert durch und im Anschluß das Ruderblatt. Schon lässt sich der Cat ganz leicht steuern. Steht das Ruderblatt nicht ganz senkrecht, merkt man dieses sofort an dem Wiederstand an der Pinne. Gabi fällt jetzt wieder ab, ich holle die Fock raus und nun geht es mit guter Fahrt auf den See hinaus. Da der Wind heute bis jetzt ein Trapezsegeln nicht zulässt bleibt Gabi an der Pinne und ich mache den Vorschoter. So ab Windstärke 4 kann Gabi super im Trapez stehen ich erst dagegen ab Windstärke 5 bis 6. Das liegt an unserem Gewicht. Also heute ist gemütliches dahingleiten angesagt und das schöne Wetter genießen.

Es sind auch noch nicht viele Boote auf dem Wasser, wir haben den 29 April.  So ist es ganz entspannt und wir können unseren Seeadler bei seiner Patroulie beobachten. Was unsere neuen Anzüge angeht, sind wir bis jetzt sehr zufrieden, wir können uns sehr gut darin bewegen und das ist die Hauptsache. Für uns Catsegler dürfen sie ja nicht zu weit und auch nicht zu eng geschnitten sein. Wenn sie zu weit geschnitten sind kann es passieren, dass man beim Rumturnen auf dem Trampolin und im Trapez irgendwo doch hängen bleibt. Dies wäre für den Segler aber auch für den Anzug nicht gut. An so einem Tag wie heute ist dies kein Problem aber wenn die Post abgeht dann kann dies schon zu einem Problem werden. Nach gut 2 Stunden wird uns doch langsam kalt und wir beschließen den Rückweg anzutreten. Heute war ein schöner gemütlicher Segeltag ohne große Besonderheiten. Muss ja auch mal sein, finden wir.

 

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Powersegeln am Garda See

Das nebenstehende Bild gibt schon mal wieder was Norbert und ich unserem Evo abverlangt haben. Ich kann sagen es war bis heute die härteste Fahrt, welche ich meinem Evo zugemutet habe. Es war einfach nur genial.

Aber zum Anfang der Geschichte. Wie ist es überhaupt zu dieser tollen Fahrt gekommen. Norbert besitzt auch einen Schlauchkatamaran, allerdings von einem Mitbewerber der Firma Grabner. Klar ist, dass man während eines 14 tägigen Urlaubs auf dem gleichen Campingplatz irgendwann ins Gespräch kommt. Dabei kristallisierte sich langsam heraus, dass Norbert mit seinem Kat, den er schon etliche Jahre segelt, im Moment etwas hadert. Es treten bei seinem Boot immer wiederkehrende Probleme auf, die zum Teil auch nicht mal eben zu beheben sind. So ganz langsam nagt das an seinem Verhältnis zu seinem Boot. So kam es, dass Norbert sich doch recht intensiv über unsere Erfahrungen mit unserem Boot erkundigte. Bei dem Gespräch kam auch zu Tage, dass Norbert und seine Frau auch noch einen Festrumpfkatamaran zuhause liegen haben. Leider wird Dieser einfach zu wenig genutzt gestanden mir beide.

Da wir mit unserem Evo auf dem Platz waren und unsere Bekannten Ralf und Rike mit ihrem Neo ebenfalls, konnte Norbert beide Boote testen und einen Vergleich zwischen unseren beiden Booten und seinem  Boot ziehen.

Los ging es mit einem Ausflug mit dem Neo. Hier muß man aber sagen, dass an dem Tag etwas weniger Wind herrschte. Zusätzlich forderten zwei große Kerle auf dem Trampolin vom Neo diesen ganz schön. Aber es wurde eine ordentliche Segeltour.

Heute waren die Segelbedingungen einfach perfekt. Die Luft war warm, das Wasser hatte gut 21 °C , der Himmel war mit Schönwetter-Wolken behangen und der Wind blies mit 4 bis 5 Windstärken. So war es abgemacht, dass wir heute zusammen das Testsegeln angehen.

Da Norbert ja schon reichlich Segelerfahrung hat , hatte ich kein Problem damit ihm heute gleich die Pinne zu übergeben und mich selbst als Vorschoter zu üben.  Das mit dem Vorschoter ging schon gleich nach dem Verlassen des Hafens schief. Mir fiel ein Segelhandschuh über Bord. Schnell leitete Norbert ein Handschuh über Bord-Manöver ein. Doch die Wellen von gut einem Meter  Höhe verhinderten, dass wir an den Hanschuh heran kamen. Beim zweiten Anlauf verließen meinen Handschuh die Kräfte und er ging unter.

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Mal wieder eine Kenterung mit Besonderheiten

Liebe Leser, zu diesem Blogbericht ein Wort vorweg. Wie schon öfters angemerkt, hat man in kritischen Situationen selten eine Kamara parat. Um die Situation zu diesem Blogbericht zu verdeutlichen nutze ich hier BIlder von unserer kontrollierten Kenterübung. Es macht das Beschriebene etwas anschaulicher.

Nun zu unserem Bericht, ich fange mal mit dem Logbucheintrag an, dann habt ihr schon ein Gefühl für die Wetterbedingungen.

Logbuch:

Wind 4 beaufort sehr böig drehend

Maximale Geschwindigkeit mit dem Evo 24 km/h

Gesegeltes Etmal 29 km

Wetter: super blauer Himmel

Temperatur Luft 26 ° C

Wassertemperatur 21 ° C

Die Windstärke ist für uns klasse und das Wetter allgemein lässt keine Wünsche offen. Somit ist klar das ist ein perfekter Segeltag für uns. Wir machen unseren Evo klar. Dies geht in der Regel nicht, ohne dass wir Irgendetwas an unserem Stellplatz vergessen haben. Wir haben schon echt alles einmal vergessen vom Großsegel über die Pinne bis zur Großschot. Irgendwie alles Dinge die man zum segeln doch benötigt. So ist Einer immer mal wieder auf dem Weg zu unserem Wohnwagen, um die fehlenden Gegenstände zu holen. Zum Glück geht es uns nicht alleine so, auch unsere anderen Katsegler kennen dieses Problem. Also alles gut soweit.

Nachdem wir unseren Evo klar hatten, ging es auf den See hinaus. Normalerweise ist ein vierer Wind genau das was wir brauchen um flott segeln zu können. Nur heute wollte es nicht recht vorangehen. Zudem drehte der Wind recht stark und ich musste regelrechte Haken schlagen um wenigstens etwas Speed zu machen. Auch meiner Vorschoterin gefiel dies nicht, wollte sie doch schön in das Trapez gehen.

Es blieb somit nur noch eine Option und die hieß die Seeseite wechseln. Unser See besteht aus zwei in etwa gleich großen Teilen. Diese beiden Seeteile sind durch diverse Inseln getrennt. Es gibt für uns Segler nur zwei Möglichkeiten aus Naturschutzgründen von einer Seite zu Anderen zu gelangen. Eine Möglichkeit ist von der Godauer Seite aus. Diese ist nicht besonders gut betonnt und selbst wir laufen schnell auf Grund sobald wir den Tonnenstrich verlasssen. So flach ist es dort. Die zweite Möglichkeit die Seeseite zu wechseln ist unsere berühmte Enge, wo auch das Fahrgastschiff passiert. Wir haben einen kräftigen Wind aus SW, dass bedeutet, wir haben den Wind genau auf dem Bug und müssen durch die Enge kreuzen.

Wir entscheiden uns für das Kreuzen und nehmen Kurs auf die Enge. Unsere Hoffnung liegt darin, dass unter Umständen bei dieser Windrichtung wir auf dem anderen Seeteil bessere Bedingungen für unser Speedsegeln antreffen. Mit drei Kreuzschlägen konnten wir uns durch die Enge segeln, es ist ja immer eine Besondere Herausforderung so eine Enge ohne Motorkraft zu meistern. Aber es geht erstaunlich gut. Wie man links im Bild sehr gut sehen kann ist der Wind hier nicht besonders stark, wir segeln in der Windabdeckung der Inseln. Für einen Katamaran und insbesondere für einen Schlauchi kreuzt unser Evo recht gut. Unsere Hoffnung auf besseren Segelwind erfüllten sich voll. Nachdem wir noch die letzte Insel passiert hatten, konnten wir Fahrt aufnehmen und meine Vorschoterin durfte sich in das Trapez begeben.

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Vergleich zwischen Vison und EVO / Hurricane

Zwei Generationen Happy cat Katamarane
Zwei Generationen Happy cat Katamarane

Liebe Leser, ich bekomme die Rückmeldung über verschiedene Wege, dass man gerne den Vison und den EVO sowie den Hurricane vergleichen möchte.

Ich habe mit dem Blogbericht Nummer 33 ja schon einen kurzes Statement im direkten Vergleich abgegeben. Sehe aber durch die Gespräche und Anfragen Bedarf für einen etwas tiefer greifenden Blogbericht.

Im Moment kann ich aus persönlicher Erfahrung nur vom Vision und dem Evo berichten. Ich vermute, dass der Hurricane  aber in die gleiche Richtung geht wie der Evo.

Es gibt ja viele Punkte die bei der Anschaffung eines neuen oder gebrauchten Bootes eine Rolle spielen.Ganz oben stehen bei uns Schlauchseglern die Themen Transport, und Wintereinlagerung auf der Tagesordnung. Der Unterschied der Transportmaße und vor allem das Gewicht der einzelnen Packstücke ist vom Vision zum Evo nicht sehr groß. Der Hurricane bringt in etwa 10 kg mehr Gewicht auf die Waage. Also da muss man schon mal schauen ob die Rümpfe noch in den Bettkasten passen. Dies sind wirklich die ersten Überlegungen neben dem Preis, die man anstellen sollte. Der Preis ist sicherlich für viele die noch gar keine Erfahrung mit dem Segeln haben ein wichtiger Punkt. Sicherlich ist der Vision zur Zeit der Günstigste. Er ist trotzdem sein Geld wert, wenn man sich für ihn entscheiden sollte.

Im Anschluß an diese Kriterien sollte man sich überlegen wie man das neue Boot nutzen möchte. Segelt man viel alleine, segelt man eher gemütlich oder ist man doch eher sportlicher unterwegs. Soll die ganze vierköpfige Familie mit und möchte man evt. sogar eine Wandertour unternehmen. Dies sind Punkte die man für sich im groben schon abstecken sollte. Die drei Katamarane von Grabner haben einen sehr unterschiedlichen Charakter!

Wenn Ihr diesen Blog schon länger verfolgt wisst Ihr, liebe Leser, dass Gabi und ich zur sportlichen Fraktion gehören. Mein Freund Curt hingegen segelt sehr viel alleine und ist vom Körpergewicht auch nicht all zu schwer, er segelt seit Jahren den Vision. Somit sollte hier die nächste Entscheidung fallen.

Ich weiß es nervt , wenn man sich dauernd entscheiden soll, aber ihr wollt ja zu einem Ergebnis gelangen und dies gelingt in meinen Augen nur, wenn man klar definiert was man möchte!

Die größten Veränderungen vom Vision zum Evo waren natürliich die Rümpfe, der Mast samt Mastfuß, die Schwerter sowie ein neuer Traveler.

Der Vision ca 20 km/h verdrängt gut Wasser
Der Vision ca 20 km/h verdrängt gut Wasser

Die Rümpfe des Vision sind eher als Verdränger-Rümpfe konstruiert. Sie entsprechen eher der traditionellen Rumpfform. Das hat allerdings einen kleinen Nachteil. Es sieht super spektakulär aus, wie man links im nebenstehenden Bild sehen kann, wenn die Gischt nach allen Seiten wegspritzt. Kostet allerdings Geschwindigkeit. Dafür liegt der Vision gerade für leichte Solosegler ( alles unter 80 kg) sehr stabil im Wasser. Der Vision mag es nicht sehr gerne wenn zuviel Gewicht vorne Richtung Mast verlagert wird. Wir Sitzen wenn wir mit dem Vision segeln immer soweit hinten wie möglich. Damit die Rümpfe vorne nicht so leicht unterschneiden. Dies hatte man bei der Firma Grabner erkannt und sehr aufwendig mit Schlepptankversuchen die neue Rumpfform vom Evo, Neo und Hurricane entwickelt. Das Verhalten dieser Rümpfe im Wasser ist völlig anders als bei dem alten Vision.

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Segeln mit den dicken Pötten

Klar Richtung Strand
Klar Richtung Strand

Es stand schon lange auf meiner Wunschliste mal mit meinem Evo zur Kieler Förde zu fahren und dort zu segeln. Diese Tage ist es nun soweit, Curt und ich haben uns einen fixen Termin gesetzt und los geht es.

Dieser Sommer ist ja außergewöhnlich und so ist der Abbau des Bootes einen Tag vor unserer Tour schon eine Herausforderung. Selbst in den Morgenstunden ist es schon recht warm. Leider haben sie für den nächsten Tag recht wenig Wind vorhergesagt, aber was solls wir hoffen auf eine kleine Ostseebrise. Nachdem der Evo im Kofferaum verstaut ist, geht es am nächsten Morgen recht früh los. Wir wollen so gegen 09:00 Uhr in Strande sein. Dort gibt es einen großen Parkplatz ( gebührenpflichtig), wo wir genügend Platz haben unseren Evo aufzubauen.

Bei unserer Ankunft ist der Parkplatz recht leer, was uns Beide leicht überrascht bei diesem Sommerwetter.

Wir nutzen den Platz und bauen in Ruhe unseren Evo auf. Der Mast wird ersteinmal nicht gestellt, da unser Weg zum Strand durch eine kleine Baumallee führt und wir dort mit gestelltem Mast nicht durchkommen. Das Aufbauen geht wie gewohnt zügig von der Hand, so dass wir in einer Stunde alles soweit haben, dass wir uns Richtung Strand begeben können. Wir nutzen für diesen Transport den Grabner Bootswagen. Wer diesen Bootswagen kennt, weiß dass er recht kleine Räder besitzt. Mit diesen Rädern kann man nicht durch losen Sand fahren. Daher müssen wir leider die letzten 70 Meter bis zum Wasser unseren Evo über den Sand tragen. Da merkt man schon die 75 Kg, aber mit zweimal absetzen ist auch diese Hürde genommen.

Die Startvorbereitungen am Strand
Die Startvorbereitungen am Strand

Bis jetzt haben wir Glück, der Strand ist noch nicht so stark besucht und wir können in aller Ruhe unseren Mast stellen. Dabei stelle ich fest, das es nicht schön ist einen Evo am Strand direkt aufzubauen, dieser feine Sand ist wirklich überall.

Ein älterer Herr gesellt sich zu uns und ist ganz begeistert von dem was wir hier treiben. Er erzählt uns, dass er auch gerne so etwas machen würde sich aber nicht so recht traut. Da wir aber auch nicht mehr die Jüngsten sind geben wir ihm Mut, einfach machen, sonst wird es nichts!

Mit dem Wind wird es heute wirklich schwierig, auf jeden Fall brauchen wir heute unseren Gennaker, wenn wir vorankommen möchten. Bei diesen Temperaturen haben wir uns für die zweiteiligen Neoprenanzüge entschieden.

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Eine Gewitterfront holt mich ein

Noch ist alles gut das Segeln bringt Spaß
Noch ist alles gut das Segeln bringt Spaß

Man könnte fast meinen, dass ich bewußt haarige Aktionen mit unserem Evo fahre nur damit ich hier etwas schreiben kann. Liebe Leser ich kann Euch versichern, dem ist nicht so. Klar segeln wir gerne am Limit, aber das haben fast alle Katamaransegler gemeinsam. Das macht ja den Reiz von unserem Sport aus. Ihr konntet ja auch im Bericht vorher lesen, dass wir auch ganz schillig unterwegs sein können. Heute war allerdings mal wieder so ein Segeltag wo mehr drin war als die Verpackung vermuten lies. Ich gebe zu, das Wetter war heute etwas unbeständig , aber der Wind war recht gut und vor allem etwas gleichmäßiger. Das ist bei uns auf dem See leider nicht so oft gegeben.

Aus dem Logbuch:

Wind SW 3-4 Bauefort Gewitterfront 7

Etmal 9,5 km

Geschwindigkeit 24 km /h = 12 Knoten

 

Wie immer im Leben hat man für die richtig spannenden Momente keine Kamera dabei oder eben keine Zeit entsprechende Aufnahmen zu machen.  So natürlich auch heute, ich hatte zwar meine Outdoor Kamera dabei aber keine Zeit dafür. In der Regel arbeite ich mit drei bis vier Kameras. Zwei davon sind richtige Aktion Cams, Eine ist eine Outdoorkamera, welche ich am Mann trage und die vierte Kamera ist eine Große Kamera für Aufnahmen von Land aus. Nun heute eben nur die Outdoor Kamera!

Ich bin heute alleine unterwegs, meiner Vorschoterin ist es zu ungemütlich und sie möchte lieber lesen während ich meinen Bewegungsdrang auslebe.

Auf Grund unserer Erfahrung bei den Kenterübungen, bin ich heute für meine Verhältnisse mutig und entscheide mich für das große Segel. Wo ich nun weiß, dass ich mit unsere super Kentersicherung am Mast ( Wasserball ) den Evo auch alleine aufgerichtet bekomme, fällt mir dieser Schritt leichter. Vom Wetter her ist es eigentlich nicht so kalt aber trotzdem ungemütlich, daher entschließe ich mich für den Trockenanzug. Es zogen den ganzen Tag immer mal wieder Schauerböen durch. Im Moment sieht es recht gut auf der Wetterapp aus. Den Gennaker ziehe ich heute nicht auf, da 4er Böen einfach zu viel sind. Der Evo wird in gewohnter Weise klar gemacht. Die Großschot hake ich in das zweite Loch von vorne gesehen in die Lochplatte ein. So wird das Segel flach gefahren und es fängt weniger Wind. Ab geht die Post ich habe den Evo gut austariert, ich muss mich selbst daran erinnern, immer ein Stückchen nach vorne zu den Wanten zu rutschen. Ich sitze immer etwas zu weit hinten. Es läuft, mein Evo und ich sind flott unterwegs. Es kommt ein Regenschauer vorbei, aber dass macht mir nichts. Bin eh nass durch das Spritzwasser. Mein Evo und ich jagen mal wieder über den See und es macht richtig Spaß. Ich leite die 5 Wende ein und nehme wieder Kurs Süd. Irgendwie sieht der Himmel merkwürdig aus. Vom Süden her kommt eine Regenfront auf mich zu. Ich kann das südliche Ufer nicht mehr sehen.

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Boot Düsseldorf 2019

Halle 15 war eine interessante Halle für uns
Halle 15 war eine interessante Halle für uns

Es ist mal wieder soweit. Ein Jahr ist rum und die Boot Düsseldorf ist jetzt wo ich diese Zeilen schreibe schon wieder Geschichte. Auch in diesem Winter möchte ich Euch, liebe Leser, einen kleinen Eindruck  von meinem Messebesuch geben. Ich hatte ja versprochen das Thema Trockenanzüge mit auf meine Agenda zu setzen. Dies ist geschehen und zu dem Ergebnis komme ich im Laufe des Berichtes. Wie im letzten Jahr lasse ich einige Bilder sprechen. Nicht alle Bilder sind ernsthaft für uns Schlauchis geeignet. Ich hoffe aber, dass ihr diese Bilder genauso mit einem Augenzwinkern betrachten werdet wie ich. Eins ist klar, so ein Messetag ist echt kein Zuckerschlecken. Obwohl es unser Hobby ist, ist man nach gut 6 Stunden Informationen und Menschenmassen völlig geschafft.

Ich hatte mir für die Messe so eine Art Plan zurechtgelegt. Ganz oben standen die Trockenanzüge, danach sollte es zu Grabner gehen und im Anschluß der Bummel zu anderen interessanten Produkten. Um nicht ganz unvorbereitet zu sein versuchte ich im Vorfeld zur Messe schon einmal zu ergründen wer mit Trockenanzügen auf der Messe vertreten ist. Mh, das Internet spuckte nur die Taucheranzüge aus. Egal was ich dort als Suchbegriff eingab. Merkwürdig!! Also wurde der Plan leicht abgewandelt. Aus den Messeerfahrungen heraus, die ich in Hamburg sammeln durfte, hatte ich die Hoffnung bei den Funsportarten fündig zu werden.

Diesmal begleitete mich neben Curt auch meine Vorschoterin zur Messe, was natürlich für uns etwas besonderes war. Gabi war das erste Mal auf der Boot und sichtlich von der schieren Größe beeindruckt. Ziemlich genau um 10 Uhr trafen wir mit der U-Bahn am Messebahnhof Nord ein. Das Wetter war grausam und daher super geeignet für einen Messetag. Da Curt keinen besonderen Plan hatte, verfolgten wir meinen Plan. Das bedeutete, dass wir uns zuerst in die Fun Sport Halle begaben. In der Halle 11, wo sich die Funsportler befanden, waren wir noch nie, also betraten wir Neuland.

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Einfach nur segeln

Wir haben mittlerweile mitte Mai und das Wetter ist ein Traum. Für heute sagen die Wetterfrösche maximal 3 Windstärken voraus. Idealer Wind für den Gennaker.

Aus dem Logbuch:

Wind 3 Beaufort abnehmend

Max Geschw. 23 km/h

Etmal 50 km

Lufttemperatur 22°

Wassertemperatur 15° C

 

Heute werde ich mal wieder alleine segeln, dies ist das Los, wenn man Schicht arbeitet. Es hat aber auch Vorteile. Ich habe den See fast für mich alleine. Nun stellen sich mir wie jedes Mal zwei Fragen. Soll ich das große Segel aufziehen oder doch besser das kleine Segel nehmen. Zweite Frage lautet soll ich den Trockeanzug anziehen oder Neopren anziehen. Die 15° Wassertemperatur lassen mich lieber zum Trockenanzug greifen. Allerdings nur mit ganz leichter Bekleidung darunter.

Jetzt noch die Frage des Segels. Ich greife lieber noch einmal zum Handy und checke die Wetter App. Größere Störungen sind nicht zu erwarten, somit bin ich heute mutig und greife zum großen Segel. Für die Leser, welche  sich noch nicht so durch diesen Blog gekämpft haben und sich fragen warum ich mutig bin? Sollte mich unerwartet eine 4èr  Windbö überraschen kenter ich bei meinem Kampfgewicht mit dem Evo sehr schnell. Daher greife ich eher zum kleinen Segel, wenn ich alleine unterwegs bin.

Die Fock hatte ich angeschlagen gelassen. Damit mir das schöne Segel nicht bei der Sonne ausbleicht habe ich mir bei meiner Segelmacherei (Frau Feldhusen, Kiel Schilksee) ein Verhüterli nähen lassen. Jetzt brauche ich nur das Großsegel und den Gennaker anschlagen. Den Gennaker schlage ich schon an unserem Standplatz an, um das Leinenwirrwarr besser zu überblicken. Nachdem ich den Gennaker angeschlagen habe kommt der Trockentest. Der Evo wird so gestellt, dass der Wind leicht von hinten in das Segel greifen kann. Aber Achtung nicht zuviel Wind. Ich habe den Rumpf auf dem Slipwagen und wenn ich zuviel Wind fange habe ich einen unkontrollierten Strandsegler. Das wäre nicht gut. Nachdem ich den Gennaker an Land jeweils auf jeder Seite aus und wieder eingerollt habe und alles funktioniert wird der Evo zum Strand verbracht. Jetzt erst setzte ich das Großsegel. Mir ist es schon passiert, dass ich bei viel Wind mit meinem Evo bei gesetztem Großsegel über den Bootsliegeplatz getrieben wurde. Sah bestimmt lustig aus, war aber für mich ziemlich blöd. Das liegt daran, dass unser Großsegel an den Wanten hängen bleibt und dadurch immer noch genügend Segelfläche bietet. Das ist nicht schön, aber nicht zu ändern. Das ist der Grund warum ich das Großsegel immer erst direkt am Wasser setze. Nun ist auch das erledigt und ich kann mich komplett anziehen. Bei diesen Lufttemperaturen ist das schon blöd mit dem Trockenanzug. Da wären mir kurze Hose und T-Shirt lieber, so wie es die Jollen und Kajütsegler machen. Aber was solls, safty first.

 

Am Paddelgrif vor der roten Tasche der Ratschenblock des Gennakers
Am Paddelgrif vor der roten Tasche der Ratschenblock des Gennakers

Zum Gennaker fällt mir gerade ein, dass wir ja die Ratschenblöcke noch versetzen wollten. Grabner sieht von Haus aus vor, dass diese Blöcke an den Augbolzen der Wanten angeschlagen werden. Wir fanden das nicht ganz so gut, da Gabi mich beim Arbeiten an der Gennakerschot immer fast außenbords befördert hätte. Daher haben wir uns entschlossen die Ratschenblöcke etwas nach vorne zu versetzen. Jetzt haben sie ihren Platz am vorderen Beam. Links auf dem Foto vor der roten Tasche und über dem Knauf des Paddels kann man den Block erkennen. Diese 20 cm verschaffen mir hinter Gabi den Raum, den ich benötige. Das Versetzen der Blöcke hat keine Auswirkung auf die Stellung des Gennakers, da seine Holepunkte nicht versetzt wurden. Nachdem ich gestartet bin und meine üblichen Arbeiten auf dem Trampolin verrichtet habe ,wie Mittelschwert setzen und Ruderblatt durchsetzen, kann ich den Gennaker schon gleich zu Beginn ausrollen.

Was für ein toller Segeltag, blauer Himmel, es ist warm und es weht ein leichter Wind. Ich bin heute froh, dass ich mich für das große Großsegel entschieden habe. Das kleine Segel wäre heute definitiv von der Segelfläche her zu klein gewesen. Das wäre eine harte Nummer geworden , so über den See zu schleichen. Das ist nix für Katamaransegler. Mein Evo und ich gleiten über den See wir haben jetzt 10 Kilometer schönstes Gennakersegeln vor uns. Einfach traumhaft.

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Powersegeln

Liebe Leser,

nach dem Kentertraining noch ein kleines Video welches zeigt was mit dem Hapy cat Evo möglich ist. Ich bin mir durchaus bewußt, dass nicht jeder so segeln mag wie wir und viele Leser es eher gemütlich angehen lassen. Das ist auch vollkommen in Ordnung so. Aber für die jenigen Leser die es sportlicher mögen ist dieser Film vielleicht eine kleine Motivation für das Jahr 2019. Meine Frau hatte auf jeden Fall ihren Spaß.

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Kenterübungen

Im letzten Winterhalbjahr haben wir im Schlauchseglerforum diskutiert, wie man am besten einen durchgekenterten Evo wieder aufrichtet. Ich hatte dort versprochen, wenn die Wetterbedingungen entsprechend sind, dass ich mal wieder eine Kenterübung durchziehe. Dieser Sommer war ja wie geschaffen für das Projekt.

Es ging auch um die Fragestellung was ist günstiger, den Kat durchkentern lassen oder eben nicht durchkentern lassen. Wie immer im Leben gibt es keine eindeutige oder richtige Antwort auf diese Frage. Ich habe zum Beispiel Katamaransegler aus Scharbeutz ( Ostsee ) kennen gelernt, die ihren Kat bei einer aufziehenden Gewitterfront auf der Ostsee ganz bewußt zum Durchkentern bringen. Das Wasser ist tief genug kein Problem, der hohe Mast ist weg und auch das Rig ist unter Wasser. Der Segler selbst hat im Grunde eine recht geschützte Insel. Ist die Front durch, richten sie ihren Katamaran wieder auf und weiter geht es. So kann also auch eine Lösung aussehen.

Ich persönlich habe da ein ganz anderes Problem. Zum Teil segel ich auf Gewässern die nicht ganz die Tiefe von 6 Metern aufweisen. Zum Beispiel das Oder Haff maximal 3 Meter Wassertiefe. Aber auch mein Heimatsee ist nicht überall tief. Unser See hat etliche Bereiche die unter 0,5 Meter an Tiefe besitzen. Auch die Schlei ist so ein flacher Fjord mit Maximal 3 Meter Wassertiefe. Wenn man da durchkentert steckt der Mast im Schlick fest. Nun kommt bei mir noch hinzu, selbst wenn der Mast frei ist, reicht mein Kampfgewicht nicht aus, um den Evo wieder aufzurichten. Wie Ihr liebe Leser schon lesen konntet, habe ich das schon einige Male sozusagen live ausprobiert. Mich persönlich bremst das beim Katamaransegeln aus. Ich gehe nicht an das mögliche Limit, weil ich weiß, wenn es mich umhaut hänge ich da. Daher ist es mein ganz persönliches Bestreben eine für mich akzeptable Lösung zu finden.

Es wurden im Forum tolle Ideen und Lösungsansätze vorgebracht. Auch die Grabner Kenterboje soll nicht unerwähnt bleiben. Ich glaube ich hatte es schon erwähnt , dass das Kenterkissen von Grabner nicht mehr für den Mast des Evo`s oder Hurrican geeignet ist. Nicht das man das Kenterkissen nicht mehr am Mast fest bekommt, nein das ist nicht das Problem. Der Auftrieb reicht einfach nicht mehr aus um den schwereren Mast in der Schwebe zu halten. Für den Vision ist es gut geeignet, da funktioniert es. Einen Lösungsansatz in der Forumsdiskusion fand ich wirklich spannend und habe diesen auf Grund seiner sehr geringen Kosten ausprobiert. Bodo hat einfach einen Nivea Ball in seinen Masttop gehängt. Ich hatte damals dazu geschrieben, dass meine Frau keinen Ball im Masttop wünscht. Diesen Einspruch muss ich nun korrigieren. Es gibt mittlerweile durchsichtige Bälle. Das bedeutet sie fallen nicht gleich auf. Mich hat diese Idee irgendwie angesprochen. Also bin ich los und habe mir in den gängigen Drogeriemärkten so einen Ball besorgt. Aber Achtung es gibt dort unterschiedliche Größen. Mein Ball hat 51 cm Durchmesser. Bei einem Ball von 41 cm Durchmesser geht der Mast unter oder anders gesagt der Kat kentert trotz Ball durch. Nun muss man nicht vor Ort den Ball aufpusten und messen, nein es steht auf der Verpackung drauf. Klar ist eigentlich auch, dass es die Bälle nur zur Badesaison im Handel gibt. Bei Amazon und Co kann man sie wohl das ganze Jahr über bestellen. Ein Ballnetz hatte ich noch. Nicht schön aber für Testzwecke zu gebrauchen.

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Rollgennaker muss zeigen was er kann

Heute ist der perfekte Wind für uns. Es sind 3 bis 4 Beaufort aus Süd-West.  Das ist nicht zu viel und auch nicht zu wenig Wind. Die Temperaturen sind noch etwas frisch. Die Lufttemperatur liegt bei 15° C und das Wasser hat gerade mal 9° C . Daher fällt uns heute die Kleiderfrage leicht. Wir entscheiden uns für unsere Trockenanzüge und ziehen sogar unsere Fließoveralls unter. Unserer Erfahrung nach werden wir bei diesen Windverhältnissen ordentlich Spritzwasser abbekommen. An dieser Stelle sei angemerkt, dass wir unser Gepäcknetz aufgerollt auf dem vorderen Beam fahren. Jetzt setllt sich sicherlich der eine oder andere Leser die Frage warum wir dies denn so fahren. Hier die Erklärung: Ich segel öfters auch alleine und nicht gerade bei wenig Wind. Mein Kampfgewicht ist ja nicht ganz so groß wie Ihr liebe Leser wisst. Wenn ich das Gepäcknetz normal gespannt fahre, habe ich das Gefühl, dass ich bei einigen Windverhältnissen nach hinten abgeworfen werde. Denn der Wind greift gerne mal unter das Trampolin.  Es macht schon etwas aus ob man 4 Quadratmeter mehr Windangriffsfläche bietet oder nicht.

Mir ist das zwar noch nie passiert, dass ich nach hinten abgeworfen wurde aber es fühlt sich komisch an. Wenn wir ordentlich Gepäck auf dem vorderen Trampolin fahren ist dies kein Problem. Allerdings segelt es sich halt ohne Trampolin vor dem Mast nasser! Unser heutiger Plan sieht vor, ganz in den Süden von unserem See zu segeln und im Anschluß unter Gennacker den Rückweg anzutreten. Es soll natürlich nicht verschwiegen werden, dass sich am Südende, ganz versteckt ein Hof-Cafe befindet, welches man mit dem Katamaran anlaufen kann.

Gabi hat heute die Pinnenführung und ich gebe den Vorschoter. Es ist uns wichtig, dass hier an Bord jeder alles kann und keine Angst vor etwas hat. Wie man ja im letzten Bericht lesen konnte, kann es jeder Zeit passieren, dass einer über Bord geht. Dann sollte der Andere das Boot schon segeln können.

Wie wir es heute erwartet haben wird es draußen auf dem See recht ruppig. Schon auf den ersten Metern nehmen wir gut Wasser über und sind froh über unsere Kleiderwahl. Heute hat es meine Skipperin nicht leicht. Ein Regattafeld liegt mitten auf unserem Kurs. Es ist nicht immer so einfach ein Regattafeld zu passieren, man möchte ja die Sportsegler nicht behindern. Dies ist ein Gebot der Fairnis.

 

Man sieht zwar das Seglerfeld sehr gut aber wo genau liegen die Bojen für die Wenden? Welchen Kurs segelt das Regattafeld gerade? Gabi schaut angestrengt nach vorne. Sie muss mit dem Traveler spielen, um unsere Geschwindigkeit zu regulieren. Aha das Feld fährt uns entgegen und wird hinter uns an der Boje eine Wende einleiten. Okay dann geben wir mal Gas , Gabi holt den Traveler dicht und bei diesen Windverhältnissen schießen wir davon. Wir sind allemal schneller als die hier segelnden Jollen. Einzig die Olympischen Regatta Jollen wie

Twenty - und Forty- niner segeln uns davon. Die Wellen machen uns nichts. Hier kommt uns die Beweglichkeit unserer Rümpfe zu gute wir gleiten wie Volvo Ocean Racer über die Wellen. Trotzdem bekomme ich als Vorschoter ordentlich Spritzwasser ab. Nach dem Passieren des Regattafeldes kommen wir in einen Bereich des Sees wo es immer etwas weniger Wind gibt. Hier kann ich mich wieder gemütlich auf dem Trampolin räkeln. In dieser Passage haben wir immer das Gefühl als ob unser Evo steht, aber dem ist nicht so, wir machen immer noch gut Fahrt. Schon verrückt wie schnell man sich an die hohen Geschwindigkeiten gewöhnt und schon fast etwas süchtig danach wird. Nach zwei weiteren Kreuzschlägen erreichen wir unser heutiges Etappenziel, das kleine Hof-Cafe. Da die Gäste im Garten sitzen können mit Blick auf den See wird unser Anlanden natürlich zu einem kleinen SpeKtakel. Nach dem wir unseren Evo auf den Mini Strand gezogen haben werden wir auch schon von interessierten Gästen angesprochen. "Ist das ein Schlauchboot? Segelt er auch? Wie schnell ist er denn ? Wie lange benötigt man zum Aufbau? Wie ist das Packmaß? Wir öffnen unsere Trockenanzüge und binden uns das Oberteil um die Hüften und beantworten nebenbei die gestellten Fragen. Nachdem der Wissensdurst gestillt wurde, geht es in unserer tollen Aufmachung in Richtung Kuchenbufet. Man muss wissen, dass dieses Cafe in aller Regel von Radfahrern und Motorradfahrern angelaufen wird. Catamaransegler, wie wir, kommen auch aber eben eher selten. Vom Wasser ist dieses Cafe kaum zu sehen. Auch wir müssen jedes Jahr aufs neue etwas suchen. Na ja, auf jeden Fall werden wir auch im Cafe auf grund unserer Kleidung angesprochen und es wird rumgeflachst. Zurück im Garten setzen wir uns in der Nähe von unserem Cat an einen Tisch. Nach geraumer Zeit landet noch ein Ehepaar mit einem Festrumpf Cat an. Auch sie zeigen Interesse an unserem Evo. Es entwickelt sich ein sehr angenehmes Gespräch. Natürlich interessieren sie sich in erster Linie für die Segeleigenschaften aber auch für die Packmaße von unserem Boot. Die zwei Packsäcke von 1,85 Meter Länge und der Schlauchsack klingen für sie sehr verlockend. Sie haben das Problem, das wir Schlauchsegler elegant gelöst haben, sie können ihren Cat nicht so recht mit in den Urlaub nehmen.

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