Powersegeln am Garda See

Das nebenstehende Bild gibt schon mal wieder was Norbert und ich unserem Evo abverlangt haben. Ich kann sagen es war bis heute die härteste Fahrt, welche ich meinem Evo zugemutet habe. Es war einfach nur genial.

Aber zum Anfang der Geschichte. Wie ist es überhaupt zu dieser tollen Fahrt gekommen. Norbert besitzt auch einen Schlauchkatamaran, allerdings von einem Mitbewerber der Firma Grabner. Klar ist, dass man während eines 14 tägigen Urlaubs auf dem gleichen Campingplatz irgendwann ins Gespräch kommt. Dabei kristallisierte sich langsam heraus, dass Norbert mit seinem Kat, den er schon etliche Jahre segelt, im Moment etwas hadert. Es treten bei seinem Boot immer wiederkehrende Probleme auf, die zum Teil auch nicht mal eben zu beheben sind. So ganz langsam nagt das an seinem Verhältnis zu seinem Boot. So kam es, dass Norbert sich doch recht intensiv über unsere Erfahrungen mit unserem Boot erkundigte. Bei dem Gespräch kam auch zu Tage, dass Norbert und seine Frau auch noch einen Festrumpfkatamaran zuhause liegen haben. Leider wird Dieser einfach zu wenig genutzt gestanden mir beide.

Da wir mit unserem Evo auf dem Platz waren und unsere Bekannten Ralf und Rike mit ihrem Neo ebenfalls, konnte Norbert beide Boote testen und einen Vergleich zwischen unseren beiden Booten und seinem  Boot ziehen.

Los ging es mit einem Ausflug mit dem Neo. Hier muß man aber sagen, dass an dem Tag etwas weniger Wind herrschte. Zusätzlich forderten zwei große Kerle auf dem Trampolin vom Neo diesen ganz schön. Aber es wurde eine ordentliche Segeltour.

Heute waren die Segelbedingungen einfach perfekt. Die Luft war warm, das Wasser hatte gut 21 °C , der Himmel war mit Schönwetter-Wolken behangen und der Wind blies mit 4 bis 5 Windstärken. So war es abgemacht, dass wir heute zusammen das Testsegeln angehen.

Da Norbert ja schon reichlich Segelerfahrung hat , hatte ich kein Problem damit ihm heute gleich die Pinne zu übergeben und mich selbst als Vorschoter zu üben.  Das mit dem Vorschoter ging schon gleich nach dem Verlassen des Hafens schief. Mir fiel ein Segelhandschuh über Bord. Schnell leitete Norbert ein Handschuh über Bord-Manöver ein. Doch die Wellen von gut einem Meter  Höhe verhinderten, dass wir an den Hanschuh heran kamen. Beim zweiten Anlauf verließen meinen Handschuh die Kräfte und er ging unter.

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Mal wieder eine Kenterung mit Besonderheiten

Liebe Leser, zu diesem Blogbericht ein Wort vorweg. Wie schon öfters angemerkt, hat man in kritischen Situationen selten eine Kamara parat. Um die Situation zu diesem Blogbericht zu verdeutlichen nutze ich hier BIlder von unserer kontrollierten Kenterübung. Es macht das Beschriebene etwas anschaulicher.

Nun zu unserem Bericht, ich fange mal mit dem Logbucheintrag an, dann habt ihr schon ein Gefühl für die Wetterbedingungen.

Logbuch:

Wind 4 beaufort sehr böig drehend

Maximale Geschwindigkeit mit dem Evo 24 km/h

Gesegeltes Etmal 29 km

Wetter: super blauer Himmel

Temperatur Luft 26 ° C

Wassertemperatur 21 ° C

Die Windstärke ist für uns klasse und das Wetter allgemein lässt keine Wünsche offen. Somit ist klar das ist ein perfekter Segeltag für uns. Wir machen unseren Evo klar. Dies geht in der Regel nicht, ohne dass wir Irgendetwas an unserem Stellplatz vergessen haben. Wir haben schon echt alles einmal vergessen vom Großsegel über die Pinne bis zur Großschot. Irgendwie alles Dinge die man zum segeln doch benötigt. So ist Einer immer mal wieder auf dem Weg zu unserem Wohnwagen, um die fehlenden Gegenstände zu holen. Zum Glück geht es uns nicht alleine so, auch unsere anderen Katsegler kennen dieses Problem. Also alles gut soweit.

Nachdem wir unseren Evo klar hatten, ging es auf den See hinaus. Normalerweise ist ein vierer Wind genau das was wir brauchen um flott segeln zu können. Nur heute wollte es nicht recht vorangehen. Zudem drehte der Wind recht stark und ich musste regelrechte Haken schlagen um wenigstens etwas Speed zu machen. Auch meiner Vorschoterin gefiel dies nicht, wollte sie doch schön in das Trapez gehen.

Es blieb somit nur noch eine Option und die hieß die Seeseite wechseln. Unser See besteht aus zwei in etwa gleich großen Teilen. Diese beiden Seeteile sind durch diverse Inseln getrennt. Es gibt für uns Segler nur zwei Möglichkeiten aus Naturschutzgründen von einer Seite zu Anderen zu gelangen. Eine Möglichkeit ist von der Godauer Seite aus. Diese ist nicht besonders gut betonnt und selbst wir laufen schnell auf Grund sobald wir den Tonnenstrich verlasssen. So flach ist es dort. Die zweite Möglichkeit die Seeseite zu wechseln ist unsere berühmte Enge, wo auch das Fahrgastschiff passiert. Wir haben einen kräftigen Wind aus SW, dass bedeutet, wir haben den Wind genau auf dem Bug und müssen durch die Enge kreuzen.

Wir entscheiden uns für das Kreuzen und nehmen Kurs auf die Enge. Unsere Hoffnung liegt darin, dass unter Umständen bei dieser Windrichtung wir auf dem anderen Seeteil bessere Bedingungen für unser Speedsegeln antreffen. Mit drei Kreuzschlägen konnten wir uns durch die Enge segeln, es ist ja immer eine Besondere Herausforderung so eine Enge ohne Motorkraft zu meistern. Aber es geht erstaunlich gut. Wie man links im Bild sehr gut sehen kann ist der Wind hier nicht besonders stark, wir segeln in der Windabdeckung der Inseln. Für einen Katamaran und insbesondere für einen Schlauchi kreuzt unser Evo recht gut. Unsere Hoffnung auf besseren Segelwind erfüllten sich voll. Nachdem wir noch die letzte Insel passiert hatten, konnten wir Fahrt aufnehmen und meine Vorschoterin durfte sich in das Trapez begeben.

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Vergleich zwischen Vison und EVO / Hurricane

Zwei Generationen Happy cat Katamarane
Zwei Generationen Happy cat Katamarane

Liebe Leser, ich bekomme die Rückmeldung über verschiedene Wege, dass man gerne den Vison und den EVO sowie den Hurricane vergleichen möchte.

Ich habe mit dem Blogbericht Nummer 33 ja schon einen kurzes Statement im direkten Vergleich abgegeben. Sehe aber durch die Gespräche und Anfragen Bedarf für einen etwas tiefer greifenden Blogbericht.

Im Moment kann ich aus persönlicher Erfahrung nur vom Vision und dem Evo berichten. Ich vermute, dass der Hurricane  aber in die gleiche Richtung geht wie der Evo.

Es gibt ja viele Punkte die bei der Anschaffung eines neuen oder gebrauchten Bootes eine Rolle spielen.Ganz oben stehen bei uns Schlauchseglern die Themen Transport, und Wintereinlagerung auf der Tagesordnung. Der Unterschied der Transportmaße und vor allem das Gewicht der einzelnen Packstücke ist vom Vision zum Evo nicht sehr groß. Der Hurricane bringt in etwa 10 kg mehr Gewicht auf die Waage. Also da muss man schon mal schauen ob die Rümpfe noch in den Bettkasten passen. Dies sind wirklich die ersten Überlegungen neben dem Preis, die man anstellen sollte. Der Preis ist sicherlich für viele die noch gar keine Erfahrung mit dem Segeln haben ein wichtiger Punkt. Sicherlich ist der Vision zur Zeit der Günstigste. Er ist trotzdem sein Geld wert, wenn man sich für ihn entscheiden sollte.

Im Anschluß an diese Kriterien sollte man sich überlegen wie man das neue Boot nutzen möchte. Segelt man viel alleine, segelt man eher gemütlich oder ist man doch eher sportlicher unterwegs. Soll die ganze vierköpfige Familie mit und möchte man evt. sogar eine Wandertour unternehmen. Dies sind Punkte die man für sich im groben schon abstecken sollte. Die drei Katamarane von Grabner haben einen sehr unterschiedlichen Charakter!

Wenn Ihr diesen Blog schon länger verfolgt wisst Ihr, liebe Leser, dass Gabi und ich zur sportlichen Fraktion gehören. Mein Freund Curt hingegen segelt sehr viel alleine und ist vom Körpergewicht auch nicht all zu schwer, er segelt seit Jahren den Vision. Somit sollte hier die nächste Entscheidung fallen.

Ich weiß es nervt , wenn man sich dauernd entscheiden soll, aber ihr wollt ja zu einem Ergebnis gelangen und dies gelingt in meinen Augen nur, wenn man klar definiert was man möchte!

Die größten Veränderungen vom Vision zum Evo waren natürliich die Rümpfe, der Mast samt Mastfuß, die Schwerter sowie ein neuer Traveler.

Der Vision ca 20 km/h verdrängt gut Wasser
Der Vision ca 20 km/h verdrängt gut Wasser

Die Rümpfe des Vision sind eher als Verdränger-Rümpfe konstruiert. Sie entsprechen eher der traditionellen Rumpfform. Das hat allerdings einen kleinen Nachteil. Es sieht super spektakulär aus, wie man links im nebenstehenden Bild sehen kann, wenn die Gischt nach allen Seiten wegspritzt. Kostet allerdings Geschwindigkeit. Dafür liegt der Vision gerade für leichte Solosegler ( alles unter 80 kg) sehr stabil im Wasser. Der Vision mag es nicht sehr gerne wenn zuviel Gewicht vorne Richtung Mast verlagert wird. Wir Sitzen wenn wir mit dem Vision segeln immer soweit hinten wie möglich. Damit die Rümpfe vorne nicht so leicht unterschneiden. Dies hatte man bei der Firma Grabner erkannt und sehr aufwendig mit Schlepptankversuchen die neue Rumpfform vom Evo, Neo und Hurricane entwickelt. Das Verhalten dieser Rümpfe im Wasser ist völlig anders als bei dem alten Vision.

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Segeln mit den dicken Pötten

Klar Richtung Strand
Klar Richtung Strand

Es stand schon lange auf meiner Wunschliste mal mit meinem Evo zur Kieler Förde zu fahren und dort zu segeln. Diese Tage ist es nun soweit, Curt und ich haben uns einen fixen Termin gesetzt und los geht es.

Dieser Sommer ist ja außergewöhnlich und so ist der Abbau des Bootes einen Tag vor unserer Tour schon eine Herausforderung. Selbst in den Morgenstunden ist es schon recht warm. Leider haben sie für den nächsten Tag recht wenig Wind vorhergesagt, aber was solls wir hoffen auf eine kleine Ostseebrise. Nachdem der Evo im Kofferaum verstaut ist, geht es am nächsten Morgen recht früh los. Wir wollen so gegen 09:00 Uhr in Strande sein. Dort gibt es einen großen Parkplatz ( gebührenpflichtig), wo wir genügend Platz haben unseren Evo aufzubauen.

Bei unserer Ankunft ist der Parkplatz recht leer, was uns Beide leicht überrascht bei diesem Sommerwetter.

Wir nutzen den Platz und bauen in Ruhe unseren Evo auf. Der Mast wird ersteinmal nicht gestellt, da unser Weg zum Strand durch eine kleine Baumallee führt und wir dort mit gestelltem Mast nicht durchkommen. Das Aufbauen geht wie gewohnt zügig von der Hand, so dass wir in einer Stunde alles soweit haben, dass wir uns Richtung Strand begeben können. Wir nutzen für diesen Transport den Grabner Bootswagen. Wer diesen Bootswagen kennt, weiß dass er recht kleine Räder besitzt. Mit diesen Rädern kann man nicht durch losen Sand fahren. Daher müssen wir leider die letzten 70 Meter bis zum Wasser unseren Evo über den Sand tragen. Da merkt man schon die 75 Kg, aber mit zweimal absetzen ist auch diese Hürde genommen.

Die Startvorbereitungen am Strand
Die Startvorbereitungen am Strand

Bis jetzt haben wir Glück, der Strand ist noch nicht so stark besucht und wir können in aller Ruhe unseren Mast stellen. Dabei stelle ich fest, das es nicht schön ist einen Evo am Strand direkt aufzubauen, dieser feine Sand ist wirklich überall.

Ein älterer Herr gesellt sich zu uns und ist ganz begeistert von dem was wir hier treiben. Er erzählt uns, dass er auch gerne so etwas machen würde sich aber nicht so recht traut. Da wir aber auch nicht mehr die Jüngsten sind geben wir ihm Mut, einfach machen, sonst wird es nichts!

Mit dem Wind wird es heute wirklich schwierig, auf jeden Fall brauchen wir heute unseren Gennaker, wenn wir vorankommen möchten. Bei diesen Temperaturen haben wir uns für die zweiteiligen Neoprenanzüge entschieden.

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Eine Gewitterfront holt mich ein

Noch ist alles gut das Segeln bringt Spaß
Noch ist alles gut das Segeln bringt Spaß

Man könnte fast meinen, dass ich bewußt haarige Aktionen mit unserem Evo fahre nur damit ich hier etwas schreiben kann. Liebe Leser ich kann Euch versichern, dem ist nicht so. Klar segeln wir gerne am Limit, aber das haben fast alle Katamaransegler gemeinsam. Das macht ja den Reiz von unserem Sport aus. Ihr konntet ja auch im Bericht vorher lesen, dass wir auch ganz schillig unterwegs sein können. Heute war allerdings mal wieder so ein Segeltag wo mehr drin war als die Verpackung vermuten lies. Ich gebe zu, das Wetter war heute etwas unbeständig , aber der Wind war recht gut und vor allem etwas gleichmäßiger. Das ist bei uns auf dem See leider nicht so oft gegeben.

Aus dem Logbuch:

Wind SW 3-4 Bauefort Gewitterfront 7

Etmal 9,5 km

Geschwindigkeit 24 km /h = 12 Knoten

 

Wie immer im Leben hat man für die richtig spannenden Momente keine Kamera dabei oder eben keine Zeit entsprechende Aufnahmen zu machen.  So natürlich auch heute, ich hatte zwar meine Outdoor Kamera dabei aber keine Zeit dafür. In der Regel arbeite ich mit drei bis vier Kameras. Zwei davon sind richtige Aktion Cams, Eine ist eine Outdoorkamera, welche ich am Mann trage und die vierte Kamera ist eine Große Kamera für Aufnahmen von Land aus. Nun heute eben nur die Outdoor Kamera!

Ich bin heute alleine unterwegs, meiner Vorschoterin ist es zu ungemütlich und sie möchte lieber lesen während ich meinen Bewegungsdrang auslebe.

Auf Grund unserer Erfahrung bei den Kenterübungen, bin ich heute für meine Verhältnisse mutig und entscheide mich für das große Segel. Wo ich nun weiß, dass ich mit unsere super Kentersicherung am Mast ( Wasserball ) den Evo auch alleine aufgerichtet bekomme, fällt mir dieser Schritt leichter. Vom Wetter her ist es eigentlich nicht so kalt aber trotzdem ungemütlich, daher entschließe ich mich für den Trockenanzug. Es zogen den ganzen Tag immer mal wieder Schauerböen durch. Im Moment sieht es recht gut auf der Wetterapp aus. Den Gennaker ziehe ich heute nicht auf, da 4er Böen einfach zu viel sind. Der Evo wird in gewohnter Weise klar gemacht. Die Großschot hake ich in das zweite Loch von vorne gesehen in die Lochplatte ein. So wird das Segel flach gefahren und es fängt weniger Wind. Ab geht die Post ich habe den Evo gut austariert, ich muss mich selbst daran erinnern, immer ein Stückchen nach vorne zu den Wanten zu rutschen. Ich sitze immer etwas zu weit hinten. Es läuft, mein Evo und ich sind flott unterwegs. Es kommt ein Regenschauer vorbei, aber dass macht mir nichts. Bin eh nass durch das Spritzwasser. Mein Evo und ich jagen mal wieder über den See und es macht richtig Spaß. Ich leite die 5 Wende ein und nehme wieder Kurs Süd. Irgendwie sieht der Himmel merkwürdig aus. Vom Süden her kommt eine Regenfront auf mich zu. Ich kann das südliche Ufer nicht mehr sehen.

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Boot Düsseldorf 2019

Halle 15 war eine interessante Halle für uns
Halle 15 war eine interessante Halle für uns

Es ist mal wieder soweit. Ein Jahr ist rum und die Boot Düsseldorf ist jetzt wo ich diese Zeilen schreibe schon wieder Geschichte. Auch in diesem Winter möchte ich Euch, liebe Leser, einen kleinen Eindruck  von meinem Messebesuch geben. Ich hatte ja versprochen das Thema Trockenanzüge mit auf meine Agenda zu setzen. Dies ist geschehen und zu dem Ergebnis komme ich im Laufe des Berichtes. Wie im letzten Jahr lasse ich einige Bilder sprechen. Nicht alle Bilder sind ernsthaft für uns Schlauchis geeignet. Ich hoffe aber, dass ihr diese Bilder genauso mit einem Augenzwinkern betrachten werdet wie ich. Eins ist klar, so ein Messetag ist echt kein Zuckerschlecken. Obwohl es unser Hobby ist, ist man nach gut 6 Stunden Informationen und Menschenmassen völlig geschafft.

Ich hatte mir für die Messe so eine Art Plan zurechtgelegt. Ganz oben standen die Trockenanzüge, danach sollte es zu Grabner gehen und im Anschluß der Bummel zu anderen interessanten Produkten. Um nicht ganz unvorbereitet zu sein versuchte ich im Vorfeld zur Messe schon einmal zu ergründen wer mit Trockenanzügen auf der Messe vertreten ist. Mh, das Internet spuckte nur die Taucheranzüge aus. Egal was ich dort als Suchbegriff eingab. Merkwürdig!! Also wurde der Plan leicht abgewandelt. Aus den Messeerfahrungen heraus, die ich in Hamburg sammeln durfte, hatte ich die Hoffnung bei den Funsportarten fündig zu werden.

Diesmal begleitete mich neben Curt auch meine Vorschoterin zur Messe, was natürlich für uns etwas besonderes war. Gabi war das erste Mal auf der Boot und sichtlich von der schieren Größe beeindruckt. Ziemlich genau um 10 Uhr trafen wir mit der U-Bahn am Messebahnhof Nord ein. Das Wetter war grausam und daher super geeignet für einen Messetag. Da Curt keinen besonderen Plan hatte, verfolgten wir meinen Plan. Das bedeutete, dass wir uns zuerst in die Fun Sport Halle begaben. In der Halle 11, wo sich die Funsportler befanden, waren wir noch nie, also betraten wir Neuland.

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Einfach nur segeln

Wir haben mittlerweile mitte Mai und das Wetter ist ein Traum. Für heute sagen die Wetterfrösche maximal 3 Windstärken voraus. Idealer Wind für den Gennaker.

Aus dem Logbuch:

Wind 3 Beaufort abnehmend

Max Geschw. 23 km/h

Etmal 50 km

Lufttemperatur 22°

Wassertemperatur 15° C

 

Heute werde ich mal wieder alleine segeln, dies ist das Los, wenn man Schicht arbeitet. Es hat aber auch Vorteile. Ich habe den See fast für mich alleine. Nun stellen sich mir wie jedes Mal zwei Fragen. Soll ich das große Segel aufziehen oder doch besser das kleine Segel nehmen. Zweite Frage lautet soll ich den Trockeanzug anziehen oder Neopren anziehen. Die 15° Wassertemperatur lassen mich lieber zum Trockenanzug greifen. Allerdings nur mit ganz leichter Bekleidung darunter.

Jetzt noch die Frage des Segels. Ich greife lieber noch einmal zum Handy und checke die Wetter App. Größere Störungen sind nicht zu erwarten, somit bin ich heute mutig und greife zum großen Segel. Für die Leser, welche  sich noch nicht so durch diesen Blog gekämpft haben und sich fragen warum ich mutig bin? Sollte mich unerwartet eine 4èr  Windbö überraschen kenter ich bei meinem Kampfgewicht mit dem Evo sehr schnell. Daher greife ich eher zum kleinen Segel, wenn ich alleine unterwegs bin.

Die Fock hatte ich angeschlagen gelassen. Damit mir das schöne Segel nicht bei der Sonne ausbleicht habe ich mir bei meiner Segelmacherei (Frau Feldhusen, Kiel Schilksee) ein Verhüterli nähen lassen. Jetzt brauche ich nur das Großsegel und den Gennaker anschlagen. Den Gennaker schlage ich schon an unserem Standplatz an, um das Leinenwirrwarr besser zu überblicken. Nachdem ich den Gennaker angeschlagen habe kommt der Trockentest. Der Evo wird so gestellt, dass der Wind leicht von hinten in das Segel greifen kann. Aber Achtung nicht zuviel Wind. Ich habe den Rumpf auf dem Slipwagen und wenn ich zuviel Wind fange habe ich einen unkontrollierten Strandsegler. Das wäre nicht gut. Nachdem ich den Gennaker an Land jeweils auf jeder Seite aus und wieder eingerollt habe und alles funktioniert wird der Evo zum Strand verbracht. Jetzt erst setzte ich das Großsegel. Mir ist es schon passiert, dass ich bei viel Wind mit meinem Evo bei gesetztem Großsegel über den Bootsliegeplatz getrieben wurde. Sah bestimmt lustig aus, war aber für mich ziemlich blöd. Das liegt daran, dass unser Großsegel an den Wanten hängen bleibt und dadurch immer noch genügend Segelfläche bietet. Das ist nicht schön, aber nicht zu ändern. Das ist der Grund warum ich das Großsegel immer erst direkt am Wasser setze. Nun ist auch das erledigt und ich kann mich komplett anziehen. Bei diesen Lufttemperaturen ist das schon blöd mit dem Trockenanzug. Da wären mir kurze Hose und T-Shirt lieber, so wie es die Jollen und Kajütsegler machen. Aber was solls, safty first.

 

Am Paddelgrif vor der roten Tasche der Ratschenblock des Gennakers
Am Paddelgrif vor der roten Tasche der Ratschenblock des Gennakers

Zum Gennaker fällt mir gerade ein, dass wir ja die Ratschenblöcke noch versetzen wollten. Grabner sieht von Haus aus vor, dass diese Blöcke an den Augbolzen der Wanten angeschlagen werden. Wir fanden das nicht ganz so gut, da Gabi mich beim Arbeiten an der Gennakerschot immer fast außenbords befördert hätte. Daher haben wir uns entschlossen die Ratschenblöcke etwas nach vorne zu versetzen. Jetzt haben sie ihren Platz am vorderen Beam. Links auf dem Foto vor der roten Tasche und über dem Knauf des Paddels kann man den Block erkennen. Diese 20 cm verschaffen mir hinter Gabi den Raum, den ich benötige. Das Versetzen der Blöcke hat keine Auswirkung auf die Stellung des Gennakers, da seine Holepunkte nicht versetzt wurden. Nachdem ich gestartet bin und meine üblichen Arbeiten auf dem Trampolin verrichtet habe ,wie Mittelschwert setzen und Ruderblatt durchsetzen, kann ich den Gennaker schon gleich zu Beginn ausrollen.

Was für ein toller Segeltag, blauer Himmel, es ist warm und es weht ein leichter Wind. Ich bin heute froh, dass ich mich für das große Großsegel entschieden habe. Das kleine Segel wäre heute definitiv von der Segelfläche her zu klein gewesen. Das wäre eine harte Nummer geworden , so über den See zu schleichen. Das ist nix für Katamaransegler. Mein Evo und ich gleiten über den See wir haben jetzt 10 Kilometer schönstes Gennakersegeln vor uns. Einfach traumhaft.

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Powersegeln

Liebe Leser,

nach dem Kentertraining noch ein kleines Video welches zeigt was mit dem Hapy cat Evo möglich ist. Ich bin mir durchaus bewußt, dass nicht jeder so segeln mag wie wir und viele Leser es eher gemütlich angehen lassen. Das ist auch vollkommen in Ordnung so. Aber für die jenigen Leser die es sportlicher mögen ist dieser Film vielleicht eine kleine Motivation für das Jahr 2019. Meine Frau hatte auf jeden Fall ihren Spaß.

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Kenterübungen

Im letzten Winterhalbjahr haben wir im Schlauchseglerforum diskutiert, wie man am besten einen durchgekenterten Evo wieder aufrichtet. Ich hatte dort versprochen, wenn die Wetterbedingungen entsprechend sind, dass ich mal wieder eine Kenterübung durchziehe. Dieser Sommer war ja wie geschaffen für das Projekt.

Es ging auch um die Fragestellung was ist günstiger, den Kat durchkentern lassen oder eben nicht durchkentern lassen. Wie immer im Leben gibt es keine eindeutige oder richtige Antwort auf diese Frage. Ich habe zum Beispiel Katamaransegler aus Scharbeutz ( Ostsee ) kennen gelernt, die ihren Kat bei einer aufziehenden Gewitterfront auf der Ostsee ganz bewußt zum Durchkentern bringen. Das Wasser ist tief genug kein Problem, der hohe Mast ist weg und auch das Rig ist unter Wasser. Der Segler selbst hat im Grunde eine recht geschützte Insel. Ist die Front durch, richten sie ihren Katamaran wieder auf und weiter geht es. So kann also auch eine Lösung aussehen.

Ich persönlich habe da ein ganz anderes Problem. Zum Teil segel ich auf Gewässern die nicht ganz die Tiefe von 6 Metern aufweisen. Zum Beispiel das Oder Haff maximal 3 Meter Wassertiefe. Aber auch mein Heimatsee ist nicht überall tief. Unser See hat etliche Bereiche die unter 0,5 Meter an Tiefe besitzen. Auch die Schlei ist so ein flacher Fjord mit Maximal 3 Meter Wassertiefe. Wenn man da durchkentert steckt der Mast im Schlick fest. Nun kommt bei mir noch hinzu, selbst wenn der Mast frei ist, reicht mein Kampfgewicht nicht aus, um den Evo wieder aufzurichten. Wie Ihr liebe Leser schon lesen konntet, habe ich das schon einige Male sozusagen live ausprobiert. Mich persönlich bremst das beim Katamaransegeln aus. Ich gehe nicht an das mögliche Limit, weil ich weiß, wenn es mich umhaut hänge ich da. Daher ist es mein ganz persönliches Bestreben eine für mich akzeptable Lösung zu finden.

Es wurden im Forum tolle Ideen und Lösungsansätze vorgebracht. Auch die Grabner Kenterboje soll nicht unerwähnt bleiben. Ich glaube ich hatte es schon erwähnt , dass das Kenterkissen von Grabner nicht mehr für den Mast des Evo`s oder Hurrican geeignet ist. Nicht das man das Kenterkissen nicht mehr am Mast fest bekommt, nein das ist nicht das Problem. Der Auftrieb reicht einfach nicht mehr aus um den schwereren Mast in der Schwebe zu halten. Für den Vision ist es gut geeignet, da funktioniert es. Einen Lösungsansatz in der Forumsdiskusion fand ich wirklich spannend und habe diesen auf Grund seiner sehr geringen Kosten ausprobiert. Bodo hat einfach einen Nivea Ball in seinen Masttop gehängt. Ich hatte damals dazu geschrieben, dass meine Frau keinen Ball im Masttop wünscht. Diesen Einspruch muss ich nun korrigieren. Es gibt mittlerweile durchsichtige Bälle. Das bedeutet sie fallen nicht gleich auf. Mich hat diese Idee irgendwie angesprochen. Also bin ich los und habe mir in den gängigen Drogeriemärkten so einen Ball besorgt. Aber Achtung es gibt dort unterschiedliche Größen. Mein Ball hat 51 cm Durchmesser. Bei einem Ball von 41 cm Durchmesser geht der Mast unter oder anders gesagt der Kat kentert trotz Ball durch. Nun muss man nicht vor Ort den Ball aufpusten und messen, nein es steht auf der Verpackung drauf. Klar ist eigentlich auch, dass es die Bälle nur zur Badesaison im Handel gibt. Bei Amazon und Co kann man sie wohl das ganze Jahr über bestellen. Ein Ballnetz hatte ich noch. Nicht schön aber für Testzwecke zu gebrauchen.

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Rollgennaker muss zeigen was er kann

Heute ist der perfekte Wind für uns. Es sind 3 bis 4 Beaufort aus Süd-West.  Das ist nicht zu viel und auch nicht zu wenig Wind. Die Temperaturen sind noch etwas frisch. Die Lufttemperatur liegt bei 15° C und das Wasser hat gerade mal 9° C . Daher fällt uns heute die Kleiderfrage leicht. Wir entscheiden uns für unsere Trockenanzüge und ziehen sogar unsere Fließoveralls unter. Unserer Erfahrung nach werden wir bei diesen Windverhältnissen ordentlich Spritzwasser abbekommen. An dieser Stelle sei angemerkt, dass wir unser Gepäcknetz aufgerollt auf dem vorderen Beam fahren. Jetzt setllt sich sicherlich der eine oder andere Leser die Frage warum wir dies denn so fahren. Hier die Erklärung: Ich segel öfters auch alleine und nicht gerade bei wenig Wind. Mein Kampfgewicht ist ja nicht ganz so groß wie Ihr liebe Leser wisst. Wenn ich das Gepäcknetz normal gespannt fahre, habe ich das Gefühl, dass ich bei einigen Windverhältnissen nach hinten abgeworfen werde. Denn der Wind greift gerne mal unter das Trampolin.  Es macht schon etwas aus ob man 4 Quadratmeter mehr Windangriffsfläche bietet oder nicht.

Mir ist das zwar noch nie passiert, dass ich nach hinten abgeworfen wurde aber es fühlt sich komisch an. Wenn wir ordentlich Gepäck auf dem vorderen Trampolin fahren ist dies kein Problem. Allerdings segelt es sich halt ohne Trampolin vor dem Mast nasser! Unser heutiger Plan sieht vor, ganz in den Süden von unserem See zu segeln und im Anschluß unter Gennacker den Rückweg anzutreten. Es soll natürlich nicht verschwiegen werden, dass sich am Südende, ganz versteckt ein Hof-Cafe befindet, welches man mit dem Katamaran anlaufen kann.

Gabi hat heute die Pinnenführung und ich gebe den Vorschoter. Es ist uns wichtig, dass hier an Bord jeder alles kann und keine Angst vor etwas hat. Wie man ja im letzten Bericht lesen konnte, kann es jeder Zeit passieren, dass einer über Bord geht. Dann sollte der Andere das Boot schon segeln können.

Wie wir es heute erwartet haben wird es draußen auf dem See recht ruppig. Schon auf den ersten Metern nehmen wir gut Wasser über und sind froh über unsere Kleiderwahl. Heute hat es meine Skipperin nicht leicht. Ein Regattafeld liegt mitten auf unserem Kurs. Es ist nicht immer so einfach ein Regattafeld zu passieren, man möchte ja die Sportsegler nicht behindern. Dies ist ein Gebot der Fairnis.

 

Man sieht zwar das Seglerfeld sehr gut aber wo genau liegen die Bojen für die Wenden? Welchen Kurs segelt das Regattafeld gerade? Gabi schaut angestrengt nach vorne. Sie muss mit dem Traveler spielen, um unsere Geschwindigkeit zu regulieren. Aha das Feld fährt uns entgegen und wird hinter uns an der Boje eine Wende einleiten. Okay dann geben wir mal Gas , Gabi holt den Traveler dicht und bei diesen Windverhältnissen schießen wir davon. Wir sind allemal schneller als die hier segelnden Jollen. Einzig die Olympischen Regatta Jollen wie

Twenty - und Forty- niner segeln uns davon. Die Wellen machen uns nichts. Hier kommt uns die Beweglichkeit unserer Rümpfe zu gute wir gleiten wie Volvo Ocean Racer über die Wellen. Trotzdem bekomme ich als Vorschoter ordentlich Spritzwasser ab. Nach dem Passieren des Regattafeldes kommen wir in einen Bereich des Sees wo es immer etwas weniger Wind gibt. Hier kann ich mich wieder gemütlich auf dem Trampolin räkeln. In dieser Passage haben wir immer das Gefühl als ob unser Evo steht, aber dem ist nicht so, wir machen immer noch gut Fahrt. Schon verrückt wie schnell man sich an die hohen Geschwindigkeiten gewöhnt und schon fast etwas süchtig danach wird. Nach zwei weiteren Kreuzschlägen erreichen wir unser heutiges Etappenziel, das kleine Hof-Cafe. Da die Gäste im Garten sitzen können mit Blick auf den See wird unser Anlanden natürlich zu einem kleinen SpeKtakel. Nach dem wir unseren Evo auf den Mini Strand gezogen haben werden wir auch schon von interessierten Gästen angesprochen. "Ist das ein Schlauchboot? Segelt er auch? Wie schnell ist er denn ? Wie lange benötigt man zum Aufbau? Wie ist das Packmaß? Wir öffnen unsere Trockenanzüge und binden uns das Oberteil um die Hüften und beantworten nebenbei die gestellten Fragen. Nachdem der Wissensdurst gestillt wurde, geht es in unserer tollen Aufmachung in Richtung Kuchenbufet. Man muss wissen, dass dieses Cafe in aller Regel von Radfahrern und Motorradfahrern angelaufen wird. Catamaransegler, wie wir, kommen auch aber eben eher selten. Vom Wasser ist dieses Cafe kaum zu sehen. Auch wir müssen jedes Jahr aufs neue etwas suchen. Na ja, auf jeden Fall werden wir auch im Cafe auf grund unserer Kleidung angesprochen und es wird rumgeflachst. Zurück im Garten setzen wir uns in der Nähe von unserem Cat an einen Tisch. Nach geraumer Zeit landet noch ein Ehepaar mit einem Festrumpf Cat an. Auch sie zeigen Interesse an unserem Evo. Es entwickelt sich ein sehr angenehmes Gespräch. Natürlich interessieren sie sich in erster Linie für die Segeleigenschaften aber auch für die Packmaße von unserem Boot. Die zwei Packsäcke von 1,85 Meter Länge und der Schlauchsack klingen für sie sehr verlockend. Sie haben das Problem, das wir Schlauchsegler elegant gelöst haben, sie können ihren Cat nicht so recht mit in den Urlaub nehmen.

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Kleiderfrage

Immer wieder aufs Neue stellt sich uns die Kleiderfrage Trockenanzug oder Neoprenanzug.

In diesem Frühjahr haben wir uns neue Neoprenanzüge gekauft. Anzüge ist nicht ganz das richtige Wort, wir haben uns für Zweiteiler entschieden. Wir sehen denVorteil darin,  dass man das Oberteil ausziehen kann wenn es richtig warm ist.

Mittlerweile hat sich über Europa ein Hoch etabliert und beschert uns seit dem 2. Mai sommerliches Wetter. Es darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Wassertemperatur nach wie vor bei 8 ° C liegt. Das ist verdammt kalt, selbst im Neopren. Da schwinden  schnell die Kräfte, wenn man ins Wasser fällt.

Aus dem Logbuch:

Wind 2-3 Beaufort

Sonne satt blauer Himmel

Gennakersegel ja

Temperatur an Land schon 24 ° C Wasser hatten wir ja schon mit 8° C erwähnt. Da herrscht noch ein gewisses Ungleichgewicht.

 

Der Wind ist leicht, die Lufttemperatur ist hoch, ich entschließe mich unseren neuen Neoprenanzug zu testen. Der Kampf geht schon beim Anziehen los, so richtig kommt man in diese Dinger nicht rein. Es ist ein ganz schönes Gewürge. Gut ist, dass wir einen Zweiteiler haben, so kann ich das Oberteil erst überziehen wenn ich unseren Evo an Land aufgetakelt habe. Sonst wäre ich vorher schon von innen total nass. Es sind doch immer einige Vorbereitungen zu treffen wie, Großschot anbauen, Pinne anbauen Gennaker setzen und testen und zum Schluß das Großsegel setzten. Dazu kommen noch einige Klöneinheiten. In der Regel brauche ich für das Ganze Drum und Dran doch fast immer 30 Minuten bis ich auf dem Wasser bin. Heute bin ich alleine unterwegs meine Vorschoterin muss arbeiten. Bei diesen Windverhältnissen ist ein Start alleine gut machbar. Kurz bevor ich unseren Evo am Strand slippe ziehe ich mein Neopren Oberteil über. Es ist alles sehr eng. Im Trockenanzug kann ich mich etwas besser bewegen, aber bei diesen Temperaturen ist das eine Einmann Sauna!

Ich bringe meinen Evo zu Wasser und setze ihn danach auf den Strand, damit ich den Bootswagen an Land bringen kann. Danach geht es zurück und mit einem leichten Schwung auf das Trampolin. Bis jetzt sind nur die Beine nass geworden, dies finde ich sehr praktisch. Ein nasser Hintern selbst im Neopren ist nicht so toll. Die üblichen Arbeiten auf dem Trampolin erfolgen jetzt in schneller Reihenfolge, damit ich meinen Evo steuerfähig bekomme. Nach dem Anfangsstress kommt die Relaxphase, gemütlich kann ich bei Kaiserwetter auf unseren See hinaussegeln.

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Die erste Probefahrt mit den neuen Umbauten

Hallo liebe Leser, nun ist es wieder soweit, der Evo befindet sich im Winterlager und bekommt seine wohl verdiente Wellness-Kur. Rümpfe pflegen und Aluprofile pflegen. Einige Leinen müssen nach gut 6 Jahren Dauerpower auch ausgetauscht werden. Aber dies sind Kleinigkeiten im Vergleich zu unserem letzten Winter.

Jetzt ist es auch an der Zeit unseren kleinen Segelblog wieder zu pflegen.

Dieser Segelsommer war ja der Hammer, ich hoffe, dass viele Leser dieses super Wetter ausgiebig mit ihren Schlauchis nutzen konnten. Wir starten die Saison recht früh und zwar am 27.04.2018. Es ist ein wunderschöner Tag aber auch noch recht frisch. Die Bäume an unserem See sind mit der Blätterbildung auch noch recht zurückhaltend. Da wir stark vom letzten Regensommer 2017 geprägt sind, möchten wir diesen schönen Tag nutzen. Ich weiß zu diesem Bericht habt ihr, liebe Leser, schon ein Video im Blog, aber wir wollten unsere Erlebnisse noch etwas ausführlicher beschreiben. Das Video war für Die- jenigen gedacht, welche sich eventuell mit ähnlichen Gedanken tragen wie wir, und dies diesen Sommer noch umsetzen wollen.

Aus dem logbuch:

Wind : 2-3 Beaufort Tendenz gegen 0

Max. geschw. 10 km/h

Lufttemperatur ca. 14° C

Wassertemperatur ca. 8° C

Okay dies ist heute nicht gerade der Wind, um in einen Geschwindigkeitsrausch zu kommen, aber der Wind ist ideal um unsere Umbauten zu testen. Wir sind beide ganz heiß darauf zu erproben, ob unsere vielen Gedanken, die wir uns im Vorfeld gemacht haben, nun auch so funktionieren. Da der Gennaker ein Leichtwindsegel ist passt die heutige Windstärke perfekt.

Es sind noch nicht mal alle Catamarane auf dem Platz und wir machen unseren Evo schon segelklar. Wie auch schon bei dem alten Gennakersystem findet ein erster Probelauf an Land statt. Es ist durch das Rollensystem zwar eine Leine weniger zu handhaben, man kann aber trotzdem noch die Schoten des Gennakers falsch führen, so dass er sich nicht ein oder ausrollen lässt. Das ist ja so eine Spezialität von mir die Schoten vom Gennaker falsch zu führen.

 

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Gennakertest

Hallo liebe Leser,

hier wie versprochen unser kleines Video zum Rollgennaker. Wir sind beide sehr zufrieden mit der Umrüstung. Es funktioniert genau so, wie wir es uns vorgestellt haben. Als letzten Punkt dieser Aktion werden wir die Ratschenblöcke auf den vorderen Beam legen. Dann falle ich nicht fast von Bord, wenn Gabi den Gennaker ein oder ausrollt. Das kann man glaube ich ganz gut im Video sehen. Dann ist der Holepunkt weiter vorne. Aber dies sind Kleinigkeiten.

Auch mit unser neuen Travelerschiene bin ich persönlich sehr zufrieden. Ihre Funktion kann man in einigen Filmpassagen ganz gut sehen. Wie gesagt, dass Grabner Dreieck tut es aber auch.

Ja, wie in jedem Jahr ist jetzt bis ca. Oktober Stillstand hier im Blog angesagt. Wir wollen reichlich segeln und im Winter wird dann wieder ausführlich über unsere Erlebnisse berichtet.

Danke für die vielen tollen Kommentare. Es ermutigt uns unseren kleinen Blog fortzuführen.

Euch liebe Leser eine schöne Segelsaison 2018.

 

 

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Werftbericht zweiter Teil

Die neue Bugspritverlängerung auf der Werkbank
Die neue Bugspritverlängerung auf der Werkbank

Im ersten Teil von unserem Werftbericht ging es um die Travelerschiene. Im zweiten Teil wollen wir uns dem Gennaker widmen sowie dem Praxistest im Garten.

Gabi und ich haben im letzten Jahr immer wieder lange vor unserem Evo gestanden und uns überlegt wie wir am besten den Rollgennaker umsetzen können. Von den Segeleigenschaften her war es mir wichtig, dass der Rollgennaker die gleichen Anschlagspunkte haben soll wie das alte System. Gabi war die Bedienung der Reffleine wichtig. So wurde im Groben folgender Plan entwickelt.

Wir benötigen nochmals eine Bugspritverlängerung wie bei der Tube aber eben ohne Tube. Das Gennakersegel selbst muss so umgebaut werden, dass es zu einem Rollgennaker wird. Ob diese Umgestaltung des vorhandenen Gennakers machbar ist,  mussten wir erst bei einem Segelmacher erfragen. In unserem Fall war beziehungsweise ist es ja eine Segelmacherin ( Segelmacherei Feldhusen Kiel). Der Umbau des Segels stellte für die Fachfrau gar kein Problem da. Die Umlaufleine zum Bergen, sprich Aufrollen des Gennakers sollte bis zum Trampolin laufen. Wir verwenden hierfür unseren alten Fockroller, da wir für das Focksegel wieder auf den Einhandfockroller umsteigen. Die umlaufende Schot besteht aus einem geflochtenen Seil, dies kann nur von einem Fachman im Langspleis auf die Länge von 3 Meter gebracht werden. Auch dies erledigte unsere Segelmacherin. Ich weiß jetzt wundern sich einige, habe ich doch als Seemann spleißen gelernt. Stimmt auch, aber ich habe damals meine Prüfung nur mit geschlagenem Tauwerk und Drahtspleißen abgelegt. In der Berufsschifffahrt gab es kein geflochtenes Tauwerk. Daher bin ich heute aus dieser Nummer raus.

So blieb für mich selbst die Metallarbeit am Bugsprit übrig. Ich bin ein Fan von pragmatischen Lösungen. Am besten eignet sich für mein Vorhaben ein weiterer Bugsprit von Grabner. So bestellte ich bei Frau Wasinger einen neuen Bugsprit. Das Rundrohr hat die richtige Stärke und gleich alle Beschläge die ich benötige. Für Interessierte, der Preis lag ca. bei 296 Euro. Der neue Bugsprit wurde auf die Länge der Bugspritverlängerung mit der Tube eingekürzt. Schmerzt ja schon gleich bei einem neuen Bugsprit die Metallsäge anzusetzen. Half aber nichts! Dabei kam heraus , dass Grabner nicht nur ein Rohr verwendet für den Bugsprit sondern im vorderen Drittel der Bugsprit aus zwei Rohren besteht. Das gibt natürlich Stabilität, nicht schlecht. Im stillen beglückwünschte ich mich zu meiner Entscheidung, etwas mehr Geld aus zugeben.

So sieht unsere neue Bugspritverlängerung aus
So sieht unsere neue Bugspritverlängerung aus

Von meiner vorhandenen Bugspritverlängerung mit der Tube habe ich die Befestigungsschellen abgebaut. Das System der Befestigung mit diesen Schellen gefällt mir sehr gut. In die neue Bugspritverlängerung wurden nun mit der Standbohrmaschine die neuen Löcher für die Schellen gebohrt.  Hier sollte man schon achsengerecht arbeiten sonst passt es nicht. Danach wurden die Schellen wieder montiert, die Endkappen gesetzt und fertig ist die Bugspritverlängerung.

Oben im Bild kann man das fertige Endprodukt sehen. Ich finde es sieht richtig gut aus.

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Werftbericht erster Teil

Die Klemmen müssen weichen um die Travelerschiene setzen zu können
Die Klemmen müssen weichen um die Travelerschiene setzen zu können

Mittlerweile ist Winter und unser Evo liegt zu Hause. Wie im letzten Blogbericht geschrieben stehen einige Umbauten an. Ich möchte hier gleich sagen; dass was wir hier betreiben, ist unser ganz persönliches Spleening. Der Evo, so wie er von Grabner geliefert wird, ist top. Da gibt es überhaupt nichts zu meckern oder zu verändern. Das was wir umbauen, ist unsere ganz persönliche Vorstellung von unserem Boot. Man kann es so machen wie wir,  muss es aber bei weitem nicht. Dies sei am Rande angemerkt. Was stand auf unserer letzten to du Liste? Der Gennaker soll in einen Rollgennaker umgebaut werden. Okay diesen Punkt haben wir bei der Segelmacherei Feldhusen in Kiel in Aufttrag gegeben. Ebenso die neue atmungsaktive Abdeckplane. Für Interessierte, die neue Abdeckplane kostet mich ca. 300 Euro. Also auch nicht viel mehr als die von Grabner. Das hat mich schon sehr erstaunt. Der Umbau des Gennakers kostet ca. 250 Euro.

Wobei hier angemerkt sei, der Gennaker Preis,  betrifft nur das Segel. Ich möchte den gleichen Anschlagpunkt wie bei der Tube verwenden. Unsere Überlegung war, genau wie bei der Tube ein zusätzliches Rohr an den Bugsprit zu installieren. Dafür eignet sich aus unserer Sicht am besten ein weiterer Bugsprit von Grabner. So habe ich noch einen Bugsprit bestellt. Dieser lag, wenn ich mich nicht irre bei 296 Euro. So nun haben wir alle Umbaukosten zusammen. Ich sage mal rund 1000 Euro. Hört sich viel an, aber im Vergleich zu einem neuen K4x für 11.000 Euro doch wieder günstig. Dies war ja eine von unseren Überlegungen an dem K4x Testwochenende. Geben wir viel Geld aus für etwas, was wir eigentlich schon besitzen oder geben wir etwas Geld aus und modifizieren wir unseren Kat.

Als weitere Modifikation stand die Travelerschiene an. Hier hieß es erst einmal genau das Gehirn einschalten. Wie sagte Ewald Grabner zu mir, jede kleinste Veränderung will gut überlegt sein !! Das ist bei mir wirklich manchmal so eine Sache. In meiner Euphorie übersehe ich manchmal eine Kleinigkeit und dann passt das Ganze nicht so recht.  Daher habe ich bei diesem Projekt Gabi ganz doll mit eingebunden, damit sie evt. Fehler entdeckt und mich darauf hinweist. Klappt ganz gut.

Zwei Große Bereiche müssen beim setzen einer Travelerschiene bedacht werden. Der eine Bereich gilt unserer Ruderblattaufhängung, die ja direkt auf dem hinteren Beam sitzt, und der Pinne selbst, die zur Zeit durch das Travelerdreieck läuft. Das Problem mit der Pinne hatten wir uns bei dem K4x ganz genau angesehen. Es geht dabei um den Drehpunkt. Es ist dabei egal ob der Pinnenausleger auf einer Schiene eines Doppelruders wie bei den meisten Kat´s sitzt oder wie bei uns zentral auf einem Ruderblatt. Beide Systeme befinden sich in der Neutralstellung mitte Boot. Das war für uns wichtig. Unsere neue Pinne wird etwas kürzer ausfallen als die Jetztige, da sie hinter dem Traveler liegt. Wir verwenden jetzt schon eine Teleskoppinne, so dass der etwas weitere Weg zum Steuermann kein Problem wird. Der einzige Nachteil wird sein, dass wir bei einer Wende, die Pinne jetzt hinter dem Traveler herumführen müssen. Das müssen  die großen Kat´s aber auch und der Vorteil der Travelerschiene überwiegt diesen Nachteil.

Wem dass hier alles zu kompliziert erscheint, es folgen noch Fotos, ich denke, dass man dann versteht was ich meine.

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