Gennakertest

Hallo liebe Leser,

hier wie versprochen unser kleines Video zum Rollgennaker. Wir sind beide sehr zufrieden mit der Umrüstung. Es funktioniert genau so, wie wir es uns vorgestellt haben. Als letzten Punkt dieser Aktion werden wir die Ratschenblöcke auf den vorderen Beam legen. Dann falle ich nicht fast von Bord, wenn Gabi den Gennaker ein oder ausrollt. Das kann man glaube ich ganz gut im Video sehen. Dann ist der Holepunkt weiter vorne. Aber dies sind Kleinigkeiten.

Auch mit unser neuen Travelerschiene bin ich persönlich sehr zufrieden. Ihre Funktion kann man in einigen Filmpassagen ganz gut sehen. Wie gesagt, dass Grabner Dreieck tut es aber auch.

Ja, wie in jedem Jahr ist jetzt bis ca. Oktober Stillstand hier im Blog angesagt. Wir wollen reichlich segeln und im Winter wird dann wieder ausführlich über unsere Erlebnisse berichtet.

Danke für die vielen tollen Kommentare. Es ermutigt uns unseren kleinen Blog fortzuführen.

Euch liebe Leser eine schöne Segelsaison 2018.

 

 

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Werftbericht zweiter Teil

Die neue Bugspritverlängerung auf der Werkbank
Die neue Bugspritverlängerung auf der Werkbank

Im ersten Teil von unserem Werftbericht ging es um die Travelerschiene. Im zweiten Teil wollen wir uns dem Gennaker widmen sowie dem Praxistest im Garten.

Gabi und ich haben im letzten Jahr immer wieder lange vor unserem Evo gestanden und uns überlegt wie wir am besten den Rollgennaker umsetzen können. Von den Segeleigenschaften her war es mir wichtig, dass der Rollgennaker die gleichen Anschlagspunkte haben soll wie das alte System. Gabi war die Bedienung der Reffleine wichtig. So wurde im Groben folgender Plan entwickelt.

Wir benötigen nochmals eine Bugspritverlängerung wie bei der Tube aber eben ohne Tube. Das Gennakersegel selbst muss so umgebaut werden, dass es zu einem Rollgennaker wird. Ob diese Umgestaltung des vorhandenen Gennakers machbar ist,  mussten wir erst bei einem Segelmacher erfragen. In unserem Fall war beziehungsweise ist es ja eine Segelmacherin ( Segelmacherei Feldhusen Kiel). Der Umbau des Segels stellte für die Fachfrau gar kein Problem da. Die Umlaufleine zum Bergen, sprich Aufrollen des Gennakers sollte bis zum Trampolin laufen. Wir verwenden hierfür unseren alten Fockroller, da wir für das Focksegel wieder auf den Einhandfockroller umsteigen. Die umlaufende Schot besteht aus einem geflochtenen Seil, dies kann nur von einem Fachman im Langspleis auf die Länge von 3 Meter gebracht werden. Auch dies erledigte unsere Segelmacherin. Ich weiß jetzt wundern sich einige, habe ich doch als Seemann spleißen gelernt. Stimmt auch, aber ich habe damals meine Prüfung nur mit geschlagenem Tauwerk und Drahtspleißen abgelegt. In der Berufsschifffahrt gab es kein geflochtenes Tauwerk. Daher bin ich heute aus dieser Nummer raus.

So blieb für mich selbst die Metallarbeit am Bugsprit übrig. Ich bin ein Fan von pragmatischen Lösungen. Am besten eignet sich für mein Vorhaben ein weiterer Bugsprit von Grabner. So bestellte ich bei Frau Wasinger einen neuen Bugsprit. Das Rundrohr hat die richtige Stärke und gleich alle Beschläge die ich benötige. Für Interessierte, der Preis lag ca. bei 296 Euro. Der neue Bugsprit wurde auf die Länge der Bugspritverlängerung mit der Tube eingekürzt. Schmerzt ja schon gleich bei einem neuen Bugsprit die Metallsäge anzusetzen. Half aber nichts! Dabei kam heraus , dass Grabner nicht nur ein Rohr verwendet für den Bugsprit sondern im vorderen Drittel der Bugsprit aus zwei Rohren besteht. Das gibt natürlich Stabilität, nicht schlecht. Im stillen beglückwünschte ich mich zu meiner Entscheidung, etwas mehr Geld aus zugeben.

So sieht unsere neue Bugspritverlängerung aus
So sieht unsere neue Bugspritverlängerung aus

Von meiner vorhandenen Bugspritverlängerung mit der Tube habe ich die Befestigungsschellen abgebaut. Das System der Befestigung mit diesen Schellen gefällt mir sehr gut. In die neue Bugspritverlängerung wurden nun mit der Standbohrmaschine die neuen Löcher für die Schellen gebohrt.  Hier sollte man schon achsengerecht arbeiten sonst passt es nicht. Danach wurden die Schellen wieder montiert, die Endkappen gesetzt und fertig ist die Bugspritverlängerung.

Oben im Bild kann man das fertige Endprodukt sehen. Ich finde es sieht richtig gut aus.

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Werftbericht erster Teil

Die Klemmen müssen weichen um die Travelerschiene setzen zu können
Die Klemmen müssen weichen um die Travelerschiene setzen zu können

Mittlerweile ist Winter und unser Evo liegt zu Hause. Wie im letzten Blogbericht geschrieben stehen einige Umbauten an. Ich möchte hier gleich sagen; dass was wir hier betreiben, ist unser ganz persönliches Spleening. Der Evo, so wie er von Grabner geliefert wird, ist top. Da gibt es überhaupt nichts zu meckern oder zu verändern. Das was wir umbauen, ist unsere ganz persönliche Vorstellung von unserem Boot. Man kann es so machen wie wir,  muss es aber bei weitem nicht. Dies sei am Rande angemerkt. Was stand auf unserer letzten to du Liste? Der Gennaker soll in einen Rollgennaker umgebaut werden. Okay diesen Punkt haben wir bei der Segelmacherei Feldhusen in Kiel in Aufttrag gegeben. Ebenso die neue atmungsaktive Abdeckplane. Für Interessierte, die neue Abdeckplane kostet mich ca. 300 Euro. Also auch nicht viel mehr als die von Grabner. Das hat mich schon sehr erstaunt. Der Umbau des Gennakers kostet ca. 250 Euro.

Wobei hier angemerkt sei, der Gennaker Preis,  betrifft nur das Segel. Ich möchte den gleichen Anschlagpunkt wie bei der Tube verwenden. Unsere Überlegung war, genau wie bei der Tube ein zusätzliches Rohr an den Bugsprit zu installieren. Dafür eignet sich aus unserer Sicht am besten ein weiterer Bugsprit von Grabner. So habe ich noch einen Bugsprit bestellt. Dieser lag, wenn ich mich nicht irre bei 296 Euro. So nun haben wir alle Umbaukosten zusammen. Ich sage mal rund 1000 Euro. Hört sich viel an, aber im Vergleich zu einem neuen K4x für 11.000 Euro doch wieder günstig. Dies war ja eine von unseren Überlegungen an dem K4x Testwochenende. Geben wir viel Geld aus für etwas, was wir eigentlich schon besitzen oder geben wir etwas Geld aus und modifizieren wir unseren Kat.

Als weitere Modifikation stand die Travelerschiene an. Hier hieß es erst einmal genau das Gehirn einschalten. Wie sagte Ewald Grabner zu mir, jede kleinste Veränderung will gut überlegt sein !! Das ist bei mir wirklich manchmal so eine Sache. In meiner Euphorie übersehe ich manchmal eine Kleinigkeit und dann passt das Ganze nicht so recht.  Daher habe ich bei diesem Projekt Gabi ganz doll mit eingebunden, damit sie evt. Fehler entdeckt und mich darauf hinweist. Klappt ganz gut.

Zwei Große Bereiche müssen beim setzen einer Travelerschiene bedacht werden. Der eine Bereich gilt unserer Ruderblattaufhängung, die ja direkt auf dem hinteren Beam sitzt, und der Pinne selbst, die zur Zeit durch das Travelerdreieck läuft. Das Problem mit der Pinne hatten wir uns bei dem K4x ganz genau angesehen. Es geht dabei um den Drehpunkt. Es ist dabei egal ob der Pinnenausleger auf einer Schiene eines Doppelruders wie bei den meisten Kat´s sitzt oder wie bei uns zentral auf einem Ruderblatt. Beide Systeme befinden sich in der Neutralstellung mitte Boot. Das war für uns wichtig. Unsere neue Pinne wird etwas kürzer ausfallen als die Jetztige, da sie hinter dem Traveler liegt. Wir verwenden jetzt schon eine Teleskoppinne, so dass der etwas weitere Weg zum Steuermann kein Problem wird. Der einzige Nachteil wird sein, dass wir bei einer Wende, die Pinne jetzt hinter dem Traveler herumführen müssen. Das müssen  die großen Kat´s aber auch und der Vorteil der Travelerschiene überwiegt diesen Nachteil.

Wem dass hier alles zu kompliziert erscheint, es folgen noch Fotos, ich denke, dass man dann versteht was ich meine.

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Die Entscheidung

Aus dem Logbuch:

Gewässer: Ostsee Stralsund

Wind: 2 Bauefort

Max Geschw. 20 km/h

Etmal: 27 km

Bootstyp: Top cat K4x

 

Wieder ein super Sommertag, mehr geht nicht. Wir beginnen den Tag in dem kleinen Caffeè von gestern. Wir sitzen auf der Terasse und genießen unser Frühstück mit einem herrlichen Blick auf die Stadt Stralsund. Ein wenig mehr Wind hätten wir uns schon gewünscht aber was soll´s wir können es zum Glück nicht beeinflussen. Beim Frühstück gehen wir noch einmal unsere Argumentenliste durch. Es gibt Dinge die für den K4x sprechen als auch Dinge die gegen seine Anschaffung sprechen. Es ist wirklich nicht leicht. Segeltechnisch ist der Unterschied zwischen den beiden Booten nicht so sehr groß. Das macht die Entscheidung auch nicht einfacher. Grundsätzlich kann unser Evo mit dem Leistungsspektrum vom K4x mithalten. Sicherlich können unsere Wanten noch etwas Spannung vertragen. Aber wir haben ja noch den heutigen Tag um unser Meinungsbild zu vertiefen.

So geht es erneut auf den Strale-Sund. Gleich zum Anfang, stelle ich fest, dass sich die 40 kg Mehrgewicht zu unserem Evo an Land nicht ganz so leicht bewegen lassen. Den Kat die Rampe runterschieben und rein in das Wasser. Die Startvorbereitungen laufen wie gestern ab. Heute hat allerdings der Wind etwas zu unseren Ungunsten gedreht. So einfach wie gestern kommen wir heute nicht aus dem Hafen raus. Gabi ist schon auf dem Trampolin zu gange während ich noch im Waser stehe. Wir besprechen das Auslaufmanöver. Um genügend Freiraum zur Mole zu bekommen müssen wir nach dem Start gleich eine Halse segeln. Erst danah können wir den Hafen verlassen. Der uns betreuende Segellehrer an Land konnte natürlich nicht wissen was wir abgesprochen haben. Er war leicht erschrocken als wir das Manöver durchzogen, sorry dafür! War nicht unsere Absicht den Puls nach oben zu jagen.

Uns gelang dieses Manöver sehr gut und wir verließen den Hafen ohne Probleme zur zweiten Testfahrt.

Heute war zu wenig Wind und viel zu viel Welle. Die Rümpfe knallten immer wieder auf die Wasseroberfläche anstatt sie zu durchschneiden. das war nicht ganz so schön. Hier im Sund sind sehr viele Angelboote unterwegs. Wir sind wohl zu dicht an einem vorbei gesegelt. Wobei der Abstand bestimmt 200 Meter betrug. Auf dem Wasser kann man Abstände sehr schlecht abschätzen. Plötzlich war helle Aufregung auf dem Angelboot. Wir waren schon längst vorbei. Wir konnten uns die Aufregung erst nicht erklären bis Gabi nach vorne zeigte. Unser Test K4x hatte vorne noch eine einfache Leine quer zwischen beiden Bugspitzen gespannt. Wo zu diese dienen sollte weiß ich nicht. Auf jeden Fall hing dort jetzt ein sogenannter Wobbler mit einem schönen Drillichhaken. Der hätte nicht in unseren Evo stecken dürfen. Puh , wenn ich nur daran denke wird mir anders nach dem Schleierlebnis. Ich war mir nicht bewußt, das die Angler so dicht unter der Wasseroberfläche aggieren. Da muss man echt aufpassen und gehörigen Abstand halten, gerade als Schlauchi! Wieder etwas dazu gelernt.

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Wir gehen fremd

Wie schon in einem vorherigen Bericht angekündigt, haben wir uns in der Segelschule"Sail & Surf Rügen" in Altefähr für ein Wochenende einen Top cat K4x gechartert. Dieser neue Katamaran von Top cat gefällt nicht nur mir sondern auch meiner Vorschoterin.

Hier sieht man ganz gut die Höhe der Rümpfe
Hier sieht man ganz gut die Höhe der Rümpfe

Der Top cat K4x hat die gleichen Abmessungen wie unser Evo ist also ein 15 Fuß Katamaran. Er besitzt einen Hauch mehr an Segelfläche. Allerdings bringt der Top cat mit 115 Kg ca. 40 kg mehr an Gewicht auf die Waage als unser Evo. Vermutlich würden wir für diesen Kat einen Trailer benötigen. Dies bedeutet, dass wir uns im Urlaub zwischen Wohnwagen oder Boot entscheiden müssen. Zur Zeit geht beides, ohne zweimal fahren zu müssen. Ein Dachtransport scheidet aus. Es wird zwar von der Firma Top cat beworben, aber das ist auch schon alles. Ich persönlich halte dies auch eher für einen Werbegag. Im Internet findet man nur ein einziges Foto, wie sich zwei Leute quälen einen Rumpf auf ein Autodach zu wuchten. Alle Kanu und Kajakfahrer wissen wovon ich spreche, wenn man nur 25 kg mit 4 bis 5 Meter Länge auf sein Autodach wuchten muss. Auf dem Foto sieht man auch wie groß so ein Rumpf ist. Wenn man etwas nachrechnet kommt man auf ein Rumpfgewicht pro Rumpf von 40 kg, auch nicht wenig. Auf dem Wasser wirken sie immer so filigran. Top cat bietet auch keinerlei Halterungen für einen ordentlichen Dachtransport an. So würde es bei einem Trailer bleiben.

Aber dafür hat er andere Qualitäten. Uns gefällt zum Beispiel das moderne Design mit den Wave percer Rümpfen. Ja, ich weiß, das hat unser Evo auch! Aber diese Rumpfform ist bei den Festrumpfkatamaranen noch nicht so verbreitet. Man kann zum Beispiel auch keinen Platten bekommen und untergehen, siehe hierzu Erlebnis Schlei.

Das Rigg ist steifer. Man benötigt kein Werkzeug für den Aufbau.

Ich kann den Top cat alleine aufrichten, da er nicht gleich durchkentert.

Er hat einen Rollgennaker!

Gabi kann auch in das Trapez gehen, wenn wir nicht soviel Winddruck im Segel haben. Wir können nicht nach Luv kentern. Das ist auch nicht schlecht. Hier zahlen sich die 115 Kg Bootsgewicht aus.

Dies waren so für uns die wichtigsten Punkte, die uns dazu bewegt haben mit dem Gadanken an einen Wechsel zu spielen.

Natürlich spielt der Preis auch eine Rolle.

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Messebericht 2018

Grabner Messestand in der Katamaranhalle
Grabner Messestand in der Katamaranhalle

Liebe Leser,

bevor es mit den Blogberichten aus dem Jahr 2017 weiter geht, möchte ich einen aktuellen Messebericht von der "Boot Düsseldorf "2018

einschieben.

Im letzten Jahr war der Bericht recht einseitig auf die Firma Grabner und den Gennaker ausgerichtet. Dieses Jahr möchte ich einen kleinen Marktüberblick liefern, für alle Diejenigen die nicht zur Messe kommen konnten.

Es ist spannend, was sich so alles auf unserem Sektor der Kleinboote bewegt. Ich versuche neutral zu berichten , wobei mir dies  bei einem Produkt nicht ganz gelingen will. Mein Freund Curt und ich waren gleich am Eröffnungssamstag vor Ort und  angenehm überrascht, dass es nicht ganz so voll war wie wir vermutet hatten. So kamen wir bequem an jeden Ausstellerstand und die Aussteller hatten richtig Zeit für Gespräche. Besonders nett in Erinnerung ist mir der Herr der Firma Klepper-Faltboote geblieben. Aber der Reihe nach.

Für meinen Evo selbst wurde dieses Jahr auf der Messe nichts benötigt. Alle Maßnahmen sind in Arbeit und werden gerade umgesetzt. Die Berichte folgen in den laufenden Wochen.

Ein Kajak voller Elektronik fehlt nur noch das Radar
Ein Kajak voller Elektronik fehlt nur noch das Radar

Ich werde in diesem Bericht etwas mehr Fotos einsetzen. Ich finde, dass Bilder doch einiges besser ausdrücken können, als eine Beschreibung. Was mir als aller erstes aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass die Elektronik bei uns im Bereich der Kleinboote Einzug gehalten hat. Ein schönes Beispiel seht ihr im neben stehenden Bild. Es handelt sich um ein Luftkajak vermutlich von der Firma Alroundmarin. Es besitzt nicht nur einen Elektromotor, sondern hat auch noch ein Echolot und Fischfinder an Bord. Mehr geht bald nicht in  einem so kleinen Boot. Sehr spannend finde ich die Schraube. Es handelt sich dabei um einen so genannten Schottelantrieb. In der Regel findet man diesen Schraubentyp bei den Hamburger Hafenschleppern oder den Hochseeschleppern. Ein sehr leistungsstarker Antrieb. Die ganze Düse lässt sich drehen und so erreicht man auch die Steuerwirkung. Man benötigt kein Ruderblatt mehr. Von oben berachtet vollkommen unauffällig. Weniger unauffällig ist das Echolot mit dem Fischfinder. Klar, dieses Kajak soll die Angler ansprechen. Ich fand nur diese Überlegungen und deren Umsetzung recht genial. Man mag dazu stehen wie man will, aber das macht ja gerade eine Messe aus.

Klepper Faltboot hochgerüstet
Klepper Faltboot hochgerüstet

Das zweite Kajak, welches in dieser Hinsicht meine Aufmerksamkeit erregte, kommt aus dem Hause Klepper. Da wir früher selbst ein Klepper Faltboot besaßen, war es spannend zu sehen, was sich hier getan hat. Natürlich fiel sofort die neue Besegelung auf. Es gibt jetzt Wanten und eine Rollfock. Das war damals alles recht einfach gehalten. Heute laufen alle Schoten und Zugleinen auf einer Art Mittelcokpit vor dem Steuermann zusammen. Ob sich die Seitenschwerter verändert haben vermag ich nicht zu sagen. Auf jeden Fall ist man dem Prinzip Seitenschwerter treu geblieben. Nicht sofort ersichtlich ist, wenn man von schräg vorne sich das Boot anschaut, der eingebaute Elektroaußenborder. Hier hat Klepper sich richtig Gedanken gemacht. Es geht schon damit los, dass der Motor samt Propeller extra für Klepper konstruiert wurde. Man wollte von Klepper aus ein optimales Produkt für sein Boot bekommen. Weiterhin ist die Halterung des Außenborders nicht alltäglich. Er sitzt nämlich genau zwischen zwei Ruderblättern. Das ganz Besondere an dieser Konstruktion ist, dass man den Motor über einen Seilzug hochziehen und kippen kann. Sprich, wenn ich in in einer Flachwasserzone den Motor schützen möchte aber noch Ruderwirkung benötige, kann ich den Motor alleine Hochklappen. Es ist auch vorgesehen, dass sowohl die Ruderanlage samt dem Motor hochzuklappen ist. Also genau das, was Paddler in flachen Gewäsern benötigen. Die Steuereinrichtung vom E-Motor befindet sich unterhalb von dem Querbalken. Das Bedienfeld kennt man von einem E-Bike her. Das Akkupack befindet sich hinter dem Steuermann. Es ist recht flach gehalten, so dass man auch noch bequem einen Packsack dort verstauen kann. Die ganze Anlage ist weitgehend Wassergeschützt aber eben nicht 100% Wasserdicht. Wobei der nette Herr von Klepper meinte, dass das System auch schon eine Eskimorolle überstanden hat. Die Stromversorgung wird für längere Fahrten über das am Heck angebrachte Solarpanel erweitert. Das hier gezeigte Modell ist faltbar. Irgendwie passend zum Faltboot. Hier folgen jetzt einige Bilder, dann kann man vielleicht meine Ausführungen besser verstehen.

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Der Gennaker lässt sich kaum bergen

Mir fällt es selber auf, dieses Jahr drehen sich viele Blogberichte um das Gennakersegeln. Es ist aber auch etwas Besonderes und hat so seine Tücken. Weiterhin ist es für uns Neuland und daher müssen wir viel ausprobieren, um zu lernen was gut funktioniert oder was man lieber bleiben lässt. Ich selber empfinde es immer als sehr angenehm, wenn mich ein Segler an seinen Erfahrungen teilhaben lässt. Manches kann man bestätigen, manches halt nicht. Dafür hat man aber so eine Art Richtschnur und das gefällt mir persönlich ganz gut. So auch heute, wie die Überschrift schon vermuten lässt läuft heute nicht alles reibungslos. Wir hatten sogar sehr viel Reibung wie Ihr gleich lesen dürft. Zuerst werfen wir einen Blick in das Logbuch, um uns mit den äußeren Bedingeungen vertraut zu machen.

Aus dem Logbuch:

Wind 3 Beaufort in Böen gute 4 Beaufort

Max. Geschw. 25 km / h

Etmal 20 Kilometer

Unsere letzten Fahrten unter Gennaker hatten wir auf der Schlei bei etwas weniger Wind unternommen. Heute wollen wir mal sehen wie es mit etwas mehr Wind geht. Wie verhält sich unser Evo und können wir den Gennaker rechtzeitig bergen?

Meine Crew hat sich heute frei genommen und so begleitet mich mein Freund Curt als Vorschoter. Curt und ich sind ja auch schon ein gut eingespieltes Team und haben beide genügend Segelerfahrung, um mit diesen Bedingungen unter Gennaker klar zu kommen.

Wie bei jeder Tour, bei Der wir planen den Gennaker zu setzen, führen wir einen Testaufbau an Land durch.

Hier an Land können wir eine nicht richtig geschorene Leine noch gut neu verlegen. Ist man erst einmal auf dem Wasser, wird es sehr schwierig.

So ziehen wir den Gennaker an Land hoch und überprüfen alle Leinen und bergen ihn auch wieder in die Tube. Hier läuft alles so wie es sein soll. Prima, dann kann es ja losgehen.

Rein in die Trockenanzüge und den Evo ins Wasser geschoben. Ich halte den Evo gegen den Wind während Curt den Bootswagen ans Ufer zurück bringt.

Nachdem Curt wieder da ist, begibt er sich auf das Trampolin und bereitet alles für den Start vor. Dies bedeutet im Einzelnen:

Cunningham durchsetzen, damit das Großsegel flach gefahren werden kann.

Das Mittelschwert einfach fallen lassen , noch nicht durchsetzen. Ist noch zu flach.

Die Großschot in die Lochplatte am Segel einhängen, heute im letzen Loch

Pinne übernehmen und Ruderblatt fallen lassen, auch dies kann noch nicht durchgesetzt werden, da die Wassertiefe noch nicht ausreichend ist.

Curt gibt mir das Okay und dies bedeutet für mich, dass ich den Evo im Wasser stehend in den Wind drehe und mich dann auf das Trampolin wuchte.

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Der neue Schwimmer ist da

Hier habe ich noch ein gutes Foto von der Ursache meines Untergangs gefunden, da hat wirklich einer nachgedacht
Hier habe ich noch ein gutes Foto von der Ursache meines Untergangs gefunden, da hat wirklich einer nachgedacht

Endlich ist der Ersatzschwimmer eingetroffen und wir haben einen Tag Sommer hier oben im Norden.  Zügig ist der neue Schwimmer montiert und mit der neuen E-Pumpe von meinen Kindern aufgeblasen.

Wir wollen heute das tolle Wetter genießen. und unsere Fähigkeiten im Gennakersegeln verbessern. Der heutige Segelplan sieht vor, dass wir erst Richtung Lindaunis Eisenbahnbrücke segeln. Hierzu müssen wir gegen den Wind kreuzen. Dafür können wir im Anschluß unter Gennaker zurücksegeln.

 

 

 

Aus dem Logbuch:

Wind 2 Beaufort

Geschw. Max.  12  km / h

Etmal  20 Kilometer

Wetter , es ist sonnig und leicht bewölkt

Temperatur um die 25 ° C

Mehr geht hier im Norden im Moment nicht.

Heute ist einer der wenigen Tage an denen wir uns in kurzer Hose und T-shirt auf das Trampolin setzen. In unserer Deckstasche befinden sich allerdings Neoprenanzüge und Spraytops. Es ist einfach eine Erfahrungssache, dass man diese Dinge früher oder später doch benötigt.

Der Weg Richtung Lindaunis verläuft ganz gemütlich. Wir müssen nur aufpassen, dass wir nicht von dem neuen Schwimmer rutschen. Grabner verwendet da so ein super Pflegemittel für seine Rümpfe. Dadurch sind die Rümpfe super rutschig wenn die Schwimmer ganz neu sind.. Wenn man nicht aufpasst rutscht man einfach nach hinten über Bord. Sieht ja auch irgendwie blöd aus.

Wir laufen unseren kleinen Lieblingsstrand an und genehmigen uns eine kleine Pause. Von hier aus wollen wir unter Gennaker zurücksegeln.

Mittlerweile haben wir uns entschlossen doch unsere Spraytops überzuziehen. Im Grunde ist es nicht kälter geworden. Es ist der Windchillfaktor, welcher uns langsam auskühlt. Da wir als Segler den Wind suchen, sitzen wir auch ständig im Wind und das kühlt halt aus.

Nach der Pause frage ich Gabi, ob ich den Vorschoter machen darf. Ich möchte etwas mehr Übung mit dem Gennaker bekommen.

"Ja klar, kannst Du den Vorschoter machen", kommt es von Gabi zurück.

Gabi übernimmt also die Pinne und ich schiebe unseren Evo in die Schlei zurück. Rauf auf das Trampolin. Gabi holt die Großschot dicht, um uns in etwas tiefere Wasser zu bringen.

Ich bekomme von Ihr das Okay das Mittelschwert und das Ruderblatt voll nach unten durchzusetzen.

Gabi bringt uns jetzt vor den Wind und ich bekomme von ihr das Go den Gennaker zu setzen.

Ich ziehe am Gennakerfall und hole damit die Blase aus der Tube.

Der Gennaker ist oben. Ich klemme das Fall in die dafür vorgesehene Fallklemme am Mast. Drehe mich weg vom Mast und will die passende Gennakerschot greifen. Da rauscht der Gennaker runter und fällt natürlich genau vor unsere Rümpfe. Wir legen eine geniale Vollbremsung hin. Die ist so stark, dass ich nach vorne falle. "Och nö", das muss doch jetzt nicht sein.

Gabi reagiert schnell und nimmt Druck aus dem Großsegel und schäkelt es sofort aus.

Nun haben wir einen super Treibanker wider Willen. Wir sind jetzt vollkommen manövrierunfähig. Zum Glück ist das Gennakerfall nicht ganz durchgerauscht, ich hatte es am Ende mit einem Achtknoten gesichert.

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Mein Untergang

Noch ist alles gut
Noch ist alles gut

Ich weiß gar nicht wie ich diesen Artikel schreiben soll. Wer schreibt schon gerne über seine Fehler und noch mehr über seinen Untergang.

Es fällt mir wirklich schwer. Es muss aber sein. Zum einen gehört auch ein Untergang zu den seglerischen Erfahrungen,  viel mehr noch, ihr könnt eventuell von meinen Fehlern lernen.

Das Letztere natürlich nur wenn ihr wollt, jeder darf seinen Untergang, wenn er möcht, selbst gestalten.

Aus dem Logbuch:

Wind 6-7 Beaufort

Max. Geschw. 0 Km/h

Etmal 0 Kilometer

Aus den Logbuchdaten, kann man schon entnehmen das ich nicht weit gekommen bin.

Hier die Geschichte:

Ich wollte heute unbedingt noch auf das Wasser und mich austoben. Klar war, dass bei diesem Wind das kleine Segel aufgezogen wurde. Meine Crew( Gabi) zog es heute vor an Land zu bleiben. Hatte da jemand eine Vorahnung??

Den Evo segelklar vorbereitet und nun sollte es von unserem Liegeplatz an der Schlei auf das Wasser gehen.

Das besagte Schilf an unserem Startplatz , Hinter dem Fotografen befindet sich der kleine Hafen
Das besagte Schilf an unserem Startplatz , Hinter dem Fotografen befindet sich der kleine Hafen

Um mein Problem besser verstehen zu können, beschreibe ich kurz unseren Liegeplatz. Wenn ich jetzt auf das Wasser schaue, befindet sich linker Hand ein kleiner Schilfgürtel. Dieser läuft in einem kleinen Bogen nach links in die Schlei. Rechter Hand befindet sich ein kleiner Hafen. Die Boxen für die Boote sind mit Dalben ( Holzpfähle, die im Wasser stehen) versehen. Unsere Katamaranwiese und unser Startpunkt liegen genau zwischen dem Schilf und dem kleinen Hafen. Einen Teil der Ausgangssituation kann man auf dem Foto links erkennen. Die Dalben sind zum Teil aus Holz und weiter zur Schlei rein bestehen sie aus Beton mit einer Kunsstoffummantelung. Das es nicht ganz leicht ist mit einem Katamaran bei soviel Wind zu starten, habe ich ja schon einige Berichte vorher geschrieben. Heute war der Wind nicht nur recht kräftig sondern drückte auch noch genau in unsere kleine Bucht rein. Bedeutet für den Start absoluten Gegenwind. Gleichzeitig kam der Wind so ungünstig rein, dass ich in Richtung des Hafens getrieben wurde.

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Bericht der Crew

Wie ich zur Catseglerin wurde

Gabi an der Pinne als Skipperin
Gabi an der Pinne als Skipperin

Wassersport fand ich schon immer spannend. Kajak paddeln, natürlich im Einerkajak, war eine große Leidenschaft von mir. Sich mit den Naturgewalten auseinandersetzen, die Entschleunigung vom Altag und der Genuss ein Teil dieser Natur zu sein. Der Blickwinkel ändert sich und dies finde ich faszinierend. Paddeln ist ja eher langsam, Catsegeln ist eher das Gegenteil.

Der Spaßfaktor beim Katamaransegeln ist enorm hoch. Die Auseinandersetzung mit der Natur bleibt, sie wird eher noch stärker, da der Wind doch recht viel Kraft hat. Segeln ist noch eine Steigerung zum Paddeln. Ich hätte nie gedacht, dass es so toll ist. Ohne meinen Skipper hätte ich es aber nie begonnen. Wie schon eingangs von meinem Skipper berichtet, wollte er schon immer segeln. Klar, dass es ihn als ehemaligen Seemann reizt. Eigentlich wollte Carsten sich ein großes Segelboot  anschaffen, aber dafür reichte unser Budget nicht und auch die Zeit für so ein Schiff war einfach nicht vorhanden.

Außerdem waren wir schon immer Reisende mit Wohnwagen/ Wohnmobil oder auch Zelt. Das Boot sollte also nach Möglichkeit immer mit. Da war für mich die Idee mit dem Schlauchcatamaran irgendwie genial. Man spart auch etwas Geld wie zum Beispiel beim Winterlager, dem Krahnen, der Werft. All diese Dinge finden mehr oder weniger bei uns zu Hause statt. Gerade hat Carsten bei uns im Keller die Werft eröffnet. Wir haben uns für diesen Winter einige Umbauarbeiten vorgenommen. Darüber wird aber im einzelnen mein Skipper berichten. Fast in jeder Saison fallen uns kleine -Verbesserungen ein, und wir freuen uns dann sehr wenn

Diese sich in der Praxis bewähren.

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Erneut auf der Schlei unterwegs

Wir wechseln das Revier. Es geht mal wieder an die Schlei. Die Schlei ist ein Fjord welcher von der Ostsee kommend 40 Kilometer  in das Binnenland reicht. Die Schlei hat als Gewässer für Segler so seine Tücken. Zum Einen ist sie an vielen Stellen recht flach, zum Anderen herrschen hier oft chaotische Windverhältnisse. Diese chaotischen Windverhältnisse bekommen wir auf unserer heutigen Fahrt richtig zu spüren.

Aus dem Logbuch:

Wind 5-7 Beaufort

Wellen zum Teil gut 1 Meter

Geschwindigkeit 23,7 Kilometer pro Stunde

Etmal 7 Kilometer.

Viele werden sich über das kurze Etmal wundern, aber dies ist den heutigen Windbedingungen geschuldet.

Ich wollte heute unbedingt auf die Schlei, wenigstens kurz antesten. Okay die Bedingungen sind sportlich aber das mögen wir beide ja. Auf jeden Fall stellt uns das Wetter nicht groß vor die Wahl des Großsegels. Bei diesen Bedingungen ist klar das Starkwindsegel angesagt.

In unserem Sektor, wo wir starten, verengt sich die Schlei recht stark. Das Ufer wird hier von hohen Pappeln und Erlen gesäumt. Daher ist man in diesem Bereich noch recht geschützt. Nach den üblichen Startvorbereitungen schiebe ich Gabi mit unserem Evo in den Wind und wuchte mich auf das Trampolin.

Gabi hält fürs erste Kurs Richtung Schleswig, dabei wollen wir eigentlich in die entgegengesetzte Richtung. Dies ist allerdings notwendig, damit wir genügend Freiraum von unserem kleinen Hafen bekommen und ich das Mittelschwert setzen kann. Fock noch raus und wir können die Plätze tauschen. Ich übernehme die Pinne und Gbi stellt sich die Trapezleinen ein. Nachdem wir uns genügend Freiraum ersegelt haben geht es mit einer 180° Wende auf Gegenkurs. Nach ca. 400 Meter kommen wir in den eigentlichen Windbereich. Soll heißen die Schlei wird jetzt breiter und es stehen keine Bäume mehr an den Ufern.

Jetzt fällt der Wind wie eine Furie über uns her. Obwohl wir das kleine Segel aufgezogen haben sind die Böen so stark, dass ich die Großschot aus der Hand fahren muss. Das macht das Segeln äußerst anstrengend. Meine Vorschoterein ist nur damit beschäftigt sich rauszulegen und gleich wieder sich zurück zu bewegen. Gabi kommt gar nicht dazu sich in das Trapez zu stellen. Wir jagen dahin und durch den starken Wellengang kommen bei einer Geschwindigkeit von 20km/h auch ordentlich Wellen über das Trampolin.

 

Mit uns ist eine Segelyacht auf Parallelkurs. Sie mühen sich redlich können aber unsere Geschwindigkeit nicht mithalten. Wir zischen förmlich an Ihnen vorbei. Hier merken wir immer erst wie schnell wir eigentlich mit unserem Evo sind. Es fehlen einem ja sonst die Vergleiche. Sicherlich sitzt man auf der Yacht kompfortabler und wird eventuel nicht ganz so nass, hat dafür aber weniger den sportlichen Aspekt. Auch die Yachtis sind bei diesem Wetter eingemummelt, auch ihnen wird es kalt, da man sich wenig bewegt aber im Wind sitzt. Auf der Höhe der Marina Hüls wollen wir eine Wende fahren. Ich fahre die Wenden in der Regel so früh, dass ich immer noch Raum für einen zweiten Versuch habe. Gerade bei hohen Wellen sind Katamarane im allgemeinen nicht sehr drehfreudig. So auch heute, wir schaffen es nicht beim ersten Anlauf durch die Wende zu kommen. Also erneut Fahrt aufnehmen und einen zweiten Versuch starten. Auch Dieser klappt nicht, die Wellen sind zu hoch und drücken unseren Rumpf immer wieder zurück. Nun wird der freie Seeraum langsam eng. Dies bedeutet für uns einen anderen Plan verfolgen, wenn wir nicht mit Karacho ans Ufer donnern wollen.

" Ich werde halsen" teile ich Gabi mit

"Okay" kommt es knapp von ihr zurück. Sie weiß was sie zu tun hat.

" Klar zur Halse" rufe ich aus

" Klar zur Halse" antwortet mir Gabi. Sie ist bei der Wiederholung des Kommandos in die Mitte des Trampolins gerutscht und hat beide Fockschoten in der Hand.

Ich selbst viere die Großschot auf und drehe den Evo vor den Wind.

Greife jetzt die Großschot zwischen Segel und Block, um ein unkontrolliertes Überschlagen des Segels zu verhindern.

Drehe den Evo weiter und führe mit der Hand das Segel rüber. Heute ist allerdings der Wind so stark, dass ich nur den Wind Druck abfedern kann.

Sobald das Großsegel geschiftet ist holt Gabi die Fock rüber und wir zischen schon wieder ab.

" Das lief ja super" rufe ich meiner Vorschoterin zu.

" Ja fand ich auch, ging besser als gedacht".

Mein Plan ist jetzt eigentlich an der Marina Hüls vorbei zu segeln, aber dieser Plan geht nicht auf. Wir können nicht genügend Höhe segeln und so führt uns unser Kurs direkt auf die Liegeplätze der Marina zu.

Na gut, ich gebe mich geschlagen.

 

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Regatta mit einem Hoby15

Starkwindsegeln die Gischt wird verweht
Starkwindsegeln die Gischt wird verweht

Das Wetter ist heute tropisch. Laut Regenradar sollen die Fronten durch sein. Man merkt schon bei den einzelnen Berichten, dass das Regenradar dieses Jahr unentbehrlich ist. Nichts finde ich unangenehmer, als wenn einen mitten auf dem See eine Gewitterfront überrascht. So sind in dieser Saison vor jeder Segeltour die Wetterseiten unsere besten Freunde. Man darf auch sagen, dass die Vorhersagen wirklich besser geworden sind. Diesen Sommer ( Frage, welcher Sommer?) hatten wir nie mehr als zwei Tage durchgehend Sonne. Okay, soll ja gut für die Haut sein, aber Schwimmhäute zwischen den Fingern sind auch nicht so prickelnd. Heute bereiten sich drei Katamarane vor, um auf das Wasser zu gehen. Davon zwei Evo´s (Schlauchis) und ein Hoby 15 Festrumpfkatamaran. Torsten und sein Evo wollten frei segeln, der Hoby und ich haben uns in Bosau zu einem Kaffee verabredet. Solche Verabredungen trifft man am besten beim Start, wenn man erst auf dem Wasser ist  segelt jeder für sich.

Klar kann man auch in Rufweite segeln, aber beim Powersegeln, wie wir es mal wieder betreiben, trifft man solche Absprachen lieber vor dem Start. Ich bin heute alleine unterwegs, meine Crew muss Geld verdienen. Für die heutigen Bedingungen habe ich gleich wieder das Starkwindsegel aufgezogen. Auf dem Hoby 15 sind sie heute zu zweit unterwegs. Dafür fahren sie 20 Qm Segelfläche.

Aus dem Logbuch:

Wind 4-5 Beaufort

Geschw. 26 km /h

Etmal 26 km

Heute ging schon beim Start die Post ab.Wenn man alleine startet ist es immer etwas stressig. Das geht schon los wenn der Kat im Wasser ist und der Bootswagen, mit dessen Hilfe man von Land ins Wasser gelangt, wieder zurück an Land muss. Der Kat sollte dann möglichst so auf dem Strand aufliegen, dass er nicht von alleine lossegelt. Alles schon da gewesen.

Auch die Leinen auf dem Trampolin müssen klar sein. In den ersten Minuten muss alles funktionieren, da hat man keine Zeit irgendwelche Leinen zu enttüddeln. Das geht dann garantiert schief.

Gerade bei diesen Windstärken bleibt keine Zeit für einen Fehler.

Der Start:

Den Kat etwas gegen den Wind ins tiefere Wasser gezogen, danach den Kat gegen den Wind drehen. Nun begebe ich mich heute auf der linken Seite von unserem Kat wieder nach hinten bis hinter die Wanten.

Ab jetzt muss es wirklich zügig gehen. Der Evo bekommt einen kleinen Schubs, so dass er wieder in den Wind dreht. Gleichzeitig rolle ich mich auf das Trampolin. Ich würde ja lieber schreiben, dass ich auf das Trampolin hechtete, aber das kommt der Wirklichkeit nicht nahe. Das liegt zum einen daran, dass ich bis zur Hüfte im Wasser stehe und zum Anderen mich nicht top bewegen kann in meiner Schutzkleidung.  Nachdem ich dieses elegante Manöver vollzogen habe greift sofort der Wind in mein Großsegel und wir nehmen Fahrt auf. Ich sortiere noch meine Gliedmaßen, da muss ich schon die Pinne greifen und die Großschot bedienen. Fürs erste muss ich mehr Freiraum vom Strand, von Pfählen und unserer kleinen Hafenmole ersegeln.  Der Freiraum ist da. Jetzt wieder den Evo in den Wind gedreht. Pinne loslassen, schnell nach vorne gerobbt und das Mittelschwert runtergezogen. Oh, diesmal lässt sich das Mittelschwert ohne Probleme runterziehen. Normaler Weise klemmt es immer etwas. Das liegt meines erachtens daran, dass sich die Aufhol- und Niederholleine gegenseitig beklemmen. Schnell wieder zur Pinne und den Kurs korrigiert. Mit dem runtergelassenen Mittelschwert habe ich kaum noch Abdrift. Als letzten Schritt ziehe ich mit der Fockschot die Fock heraus. Jetzt kommt noch einmal richtig Druck in das Boot. Unsere Fock ist sehr groß und somit gibt sie unserem Evo noch einmal ordentlich Speed.

Jetzt ist der Moment gekommen, wo ich entspannen kann und mich nur noch auf das Segeln konzentrieren muss. Herrlich!

Der Hoby 15 landet an der Schlauchi ist schon da!
Der Hoby 15 landet an der Schlauchi ist schon da!

Ich drehe noch einmal kurz bei und warte auf den Hoby 15. Dieser kommt gerade vom Strand.

Der Skipper möchte noch etwas im Trapez testen und geht dabei fast über Bord. Ich liege beigedreht und beobachte das Geschehen, Mit erheblicher Turnkunst gelingt es dem Skipper wieder auf das Trampolin zu kommen. Nun kann ich die Großschot dicht holen. Zuerst führt uns unser Kurs Richtung Plön. Dies ist zwar die entgegengesetze Richtung ,ist aber nötig um dann in einem Rutsch bei dieser Windrichtung nach Bosau runter zu segeln.  Nach der Wende ging es dann richtig los, mit voll Speed auf Bosau zu. Dabei war ich häufig auf einer Kufe unterwegs, das Material wird nicht geschont. Was mein kleines Seglerherz richtig erfreute war die Tatsache, dass der Hoby 15 nicht wirklich dichter kam. Gut ich bin alleine unterwegs und sie zu zweit, dafür fahren sie wesentlich mehr Segelfläche als ich. Ich muss trotz Trapez meine Bauchmuskeln ordentlich trainieren, hänge ziemlich viel außenbords.  Es entwickelt sich ein Rennen zwischen uns. Klar kann man sich als Festrumpfkat nicht von einem Schlauchi versegeln lassen. Aber unser Evo ist gut. Wir haben eine ordentliche Welle und da sind wir nicht zu schlagen. Die Festrumpfkats bohren sich in die Wellen, während wir wie ein Volvo ocean racer darübergleiten. Sobald unsere Rümpfe in die Welle tauchen verlieren auch wir an Fahrt. Klar, ist das heute hartcoresegeln aber es bringt Laune. Bis Bosau Strand gelingt es dem Hoby 15 nicht mich einzuholen.Einfach genial.

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Heute war mein großer Tag

Unterwegs mit dem 6 qm Großsegel
Unterwegs mit dem 6 qm Großsegel

Aus dem Logbuch:

Wind 4-5 Beaufort

Max. Geschw. 26,5 km /h

Etmal 27 km

 

Wetter: Das Wetter ist für diesen Sommer typisch. Es ziehen immer wieder Gewitterfronten durch. Dies  bedeutet beim Segeln immer schauen was am Himmel los ist.

Heute will ich alleine losziehen. Gabi hat heute keine Lust und traut auch den Gewitterfronten nicht so recht über den Weg. Laut aktuellem Regenradar soll die letzte Gewitterzelle für heute durchgezogen sein, aber in diesem Sommer ist hier bei uns im Norden alles anders. Das Wetter ist so etwas von unbeständig, dass dies schon nicht mehr normal ist. Das ist auch der Grund warum dieses Jahr meine Wandertour mit dem Evo quasi ins Wasser fällt. Es scheint bei uns zur Zeit nicht länger als zwei Tage die Sonne. Dann kommt schon wieder Regen und zwar nicht zu knapp. Bei so einem Wetter macht Zelten einfach keinen Spaß. Mittlerweile bin ich aus dem Alter heraus, wo man unbedingt solche Touren durchziehen muss. Zurück zu dem heutigen Tag.

Ich hatte es ja schon öfters erwähnt, dass ich bei diesen Bedingungen immer das kleine 6 qm Starkwindsegel wähle. Gerade bei den Bedingungen, die heute auf dem See herrschen hätte ich mich nicht lange mit dem Großen Segel halten können. Das liegt zum Teil auch daran, dass der Wind sehr böig ist und man einfach nicht schnell genug reagiert. Natürlich fehlen mir auch ein paar Kilo Kampfgewicht. Ich bin der Typ Segler, welcher gerne bei diesen Bedingungen an die Grenzen geht. Das geht aber nicht wirklich gut wenn dauernd die Angst einer Kenterung mitfährt. Wie eine Kenterung bei mir endet habt ihr ja schon im Video und den Kentergeschichten gesehen und gelesen. Also, das kleine Segel aufgezogen.

In dem Video Powersegeln erkennt man ganz gut das Potential, welches in dem kleinen Segel steckt. Ich bin damit nicht wirklich langsamer, habe aber die Sache unter Kontrolle und das ist mir sehr wichtig.

Heute bin ich wirklich alleine unterwegs. Es findet sich Keiner, der mit mir oder mit einem anderen Kat mit aufs Wasser kommt. Dies liegt nun nicht am Wetter sondern eher daran, dass alle Anderen arbeiten müssen. Sonst findet sich in der Regel immer ein Skipper welcher gerade auch aufs Wasser möchte.

Unser Strand befindet sich heute leicht in der Windabdeckung. Dies erleichtert mir den Start alleine. Das ist sonst auch recht Tricki, wenn man ganz alleine startet. Heute ist alles gut und ich komme gemütlich frei von unserem Strand.

Die dunklen Wolken stehen für viel Wind
Die dunklen Wolken stehen für viel Wind

Etwas weiter draußen auf dem See geht die Post ab. Ich kann es schon aus einiger Entfernung sehen, es bilden sich Schaumkronen auf den Wellenkämen. Ich bringe unseren Evo an den Wind hole die Großschot dicht und wir beide schießen dahin. Kein Gefühl von Unsicherheit, alles im grünen Bereich.Oder doch nicht ? Plötzlich hebe ich mit dem Luvschwimmer, auf dem ich sitze, ab. Ich erschrecke mich und öffne reflexartig die Großschot. Schon wird der Druck im Großsegel weniger und der Luvschwimmer mit mir knallt wieder auf die Wasseroberfläche. Was war das ? Ich war auf einem Schwimmer unterwegs, wenn auch eben unkontrolliert aber immerhin. Jetzt will ich es wissen und das Manöver kontrolliert segeln. Eine gute Windbö abgewartet und nun die Großschot dicht geholt. Jo, ich hebe wieder mit dem Luvschwimmer ab. Der Leeschwimmer haut enorme Mengen Wasser nach Lee raus. Die Bö ist vorbei und ich sacke wieder mit meinem Schwimmer auf die Wasseroberfläche zurück. Die nächste kräftigere Bö kündigt sich an ich hole die Großschot dicht und wir heben wieder ab. Super, das läuft ich bin total begeistert. Mein Evo und ich zischen über den See, so dass die Gischt nur so spritzt. Dabei sitze ich jetzt etwas über der Wasseroberfläche. Genial ist das. Großschot leicht öffnen und schon krache ich wieder mit dem Luvschwimmer auf die Wasseroberfläche. Ist ja klar, dass ich in solchen Momenten keine Kamera dabei habe. So ein Mist.

Heute ist mein großer Tag. Seit 7 Jahren ist es mir das erste Mal gelungen den Evo kontrolliert auf einem Schwimmer zu segeln. Unser Evo hat ja das Potential, dass konnte man  in den Grabner Videos sehen. Es aber selbst zu erleben, ist wirklich klasse. Es verlangt nach mehr!  Ich ziehe noch einige Bahnen über den See, dann verlassen mich doch die Kräfte. Ich glaube auch, dass die neuen Bugverstrebungen ihren Teil zu diesem kleinen Kunststück beigetragen haben. Natürlich kann ich dies nicht beweisen, könnte aber sein. So geht es mit einem breiten Grinsen im Gesicht zurück zu unserem Strand.

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Eine Ausfahrt mit dem Neo

Die beschriebene Enge von rechts kommt noch unter Wasser eine Sandbank rein
Die beschriebene Enge von rechts kommt noch unter Wasser eine Sandbank rein

Ein mal im Jahr verabreden wir uns mit unseren Bekannten zu einer kleinen Segeltour. Unsere Bekannten segeln einen Neo. Da unsere Bekannten sich auf der anderen Seehälfte aufhalten hatten wir verabredet, dass wir uns dort bei Ihnen treffen. Die Rahmenbedingungen waren heute für so ein Treffen ideal.

Aus dem Logbuch:

Wind 3 Beaufort

Max. Geschw. 22,6 km/h

Etmal Ca. 22,8 km

Wetter: sonnig keine Wolken am Himmel.

Seglerherz was möchtest du mehr! Gegen 12: 00 Uhr waren wir auf dem Wasser und machten uns bei schönem leichten "SO"Wind auf zum Dersauer Seeteil. Die Windrichtung ist gerade für diese Strecke ideal. Kommen wir doch so ganz elegant durch die schon in einem anderen Bericht erwähnte Enge zwischen den beiden Seeteilen.

Die Enge passieren wir dank des günstigen Windes ohne Probleme und halten nun Ausschau nach einem Grabner Segel. Im Godauer Seeteil können wir ein Grabnersegel ausmachen. Könnte der Neo sein? Ist aber auf diese Entfernung wirklich schlecht zu schätzen. Das Fernglas habe ich heute natürlich nicht dabei. Allerdings hält das Boot genau Gegenkurs, also genau in die Richtung aus der wir kommen. Für Diejenigen, die den See nicht kennen, der Godauer Bereich gehört wieder auf die andere Seite der Enge. Wir dürfen nicht einfach um die Inseln segeln. Hier hat der Seeadler sein zu Hause und das respektieren wir natürlich als Naturliebhaber. "Was machen wir denn jetzt"? frage ich Gabi. "Lass uns wenden und zurücksegeln, vielleicht sind wir zu spät dran." Kommt es von ihr.

Also leiten wir die Wende ein und segeln erneut durch die Enge. Gerade haben wir die Enge passiert, hören wir ein Rufen hinter uns. Gabi dreht sich um und genau in unserem Heckwasser segeln unsere Bekannten mit ihrem Neo. Na, da waren wir wohl einem falschen Grabnerboot aufgesessen. Unsere Bekannten waren etwas erstaunt, dass wir wieder zurück gesegelt sind. Sie hatten das dritte Grabnerboot auf dem See gar nicht gesehen. Erst als wir ihnen erklärten warum wir zurückgesegelt sind war ihnen klar, dass wir nicht vor ihnen geflüchtet sind. Toll so waren heute ganz unabhängig vier Grabner Katamarane auf dem See. Unser Kieler Evo wollte heute auch noch das tolle Wetter genießen.

 

Im Hintergrund unsere bekannten mit ihrem Neo
Im Hintergrund unsere bekannten mit ihrem Neo

So ging es ein drittes Mal durch die Enge zurück in den Dersauer Seeteil. Solche Manöver üben schließlich. Wir hatten hier auch wirklich Glück bei allen drei Durchfahrten störte uns das Fahrgastschiff nicht. Wir verabredeten uns, dass wir uns am Strand von Dersau treffen. So war jeder frei in seinen Segelmanövern. Für uns war es Gennakerwind. Wir klarrierten die Leinen, nahmen die Fock weg und Gabi zog den Gennaker aus der Tube. Noch etwas abfallen und schon standen zusätzliche 11,5 qm Segeltuch am Himmel. Unsere Bekannten mit ihrem Neo mussten nun als Vergleichsboot herhalten. So konnten wir aber sehen was der Gennaker bei diesen Bedingungen an mehr an Geschwindigkeit bringt. Wir kamen super voran. Kurz vor unserem Ziel müssen wir den Gennaker bergen. Wir versuchen folgende Technik. Ich übernehme die Gennaker-

schot von Gabi. Gabi löst das Gennakerfall und zieht blitzschnell kräftig an der Bergeleine den Gennaker in die Tube während ich versuche gefühlvoll Lose in die Schot zu geben und gleichzeitig den Gennaker nicht zu überfahren. Es funktioniert, ist aber irgendwie nicht optimal. Zur Zeit haben wir aber noch keine andere Idee. Ist auch im Moment nicht so wichtig, das Segel ist in der Tube und wir können Dersaustrand in aller Ruhe anlaufen.

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Test der Bugverstrebungen

Die neuen Bugverstrebungen sind montiert und werden getestet
Die neuen Bugverstrebungen sind montiert und werden getestet

Heute sind die Windbedingungen sehr gut um die neuen Bugverstrebungen zu testen. Der Wind kommt aus "SW" in der Stärke 5 Beaufort in Böen um die 6 Beauefort. Dies bedeutet bei uns auf dem See eine ordentliche Welle. Diese Welle kann dann gut 70 cm hoch sein. Sie hat immerhin 10 Kilometer Anlauf. Heute muss sich zeigen ob die Bugverstrebungen das halten was sie versprechen.

Was war es noch, was ich mir von diesen Bugverstrebungen erhofft hatte?

Sie sollten das vordere Drittel der Rümpfe stabilisieren. Sie sollten die Scheuerstelle an unser Leerumpfseite verringern. Sie sollen mehr Geschwindigkeit bringen. Die heutigen Bedingungen sind ideal um alle diese Punkte zu klären.

 

Ursprünglich war ich darauf vorbereitet die Testfahrt alleine durch zuführen. Da kam Torsten ( Torsten ohne H ist wichtig) auf mich zu und fragte mich ob er mich begleiten könne. Na klar ist es mir recht. Torsten ist Eigner des Kieler Happy cat evo und kann so auch gleich live erleben was die Bugverstrebungen bringen.

Auf Grund der Windverhältnisse bleiben wir bei dem kleinen Segel. Wir werden trotzdem unseren Spaß haben.

Gespannt bin ich ob meine Alunieten am Beam halten. Um die Schrauben vorne bei den Pelikanhaken mache ich mir keine Sorgen. Das wird heute richtig ruppig werden.

Wellen lassen sich immer schlecht fotografieren
Wellen lassen sich immer schlecht fotografieren

Nach den üblichen Startvorbereitungen konnten wir loslegen. Selbst mit dem kleinen Segel ging gleich die Post ab. Ich bin immer wieder begeistert wie schnell wir mit dem kleinen Segel sind. Kurz nach dem Start habe ich Torsten die Pinne überlassen. So konnte ich mich in aller Ruhe den Bugvertsrebungen und ihrem Verhalten widmen. Sieht alles sehr gut aus. Die Bewegungen der Schwimmer im vorderen Drittel sind merklich weniger geworden. Auch drückt tatsächlich der vordere Beam nich mehr so in den Leerumpf. Selbst mit dem kleinen Segel haben wir bei diesen Bedingungen ordentlich Druck auf dem Beam. Was uns beiden weiterhin auffällt, ist die Tatsache,dass wir mehr Stöße abbekommen. Das liegt daran, dass der Evo jetzt doch mehr durch die Wellen sticht als früher. Das stopt etwas und ist auch etwas nasser zu segeln. Torsten ist etwas behutsam und ich ermutige ihn ruhig das Segel dichter zu holen. Wir wollen ja sehen was wir aus dem Kat herausholen können. Nach all den Jahren habe ich ein sehr gutes Gefühl dafür entwickelt was ich unserem Boot zutrauen kann und was nicht mehr geht. Im Moment geht noch etwas!

Wir schießen durch die Wellen und die Belastung der Bugverstrebungen ist nicht ohne.  Meine Popnieten machen sich gut, die halten, ich bin sehr erleichter.

Das Video von dieser Ausfahrt habe ich schon online gestellt. Da konnte ich einfach nicht warten. da ja auch viele Leser sich vermutlich die gleichen Fragen stellen wie wir. Ein Film sagt bekanntlich mehr als tausend Worte.

Nach dieser Testfahrt stellen Torsten und ich fest:

Stabilität in die Rümpfe bringen die Bugverstrebungen.

Dafür stößt man öfters durch eine Welle. Vorher ist man doch darüber weggeglitten.

Die Scheuerstelle am vorderen Beam auf der Leeseite wird minimiert. Die Energie wird in Bewegung umgesetzt.

Trotzdem haben wir zum Schutz der Rümpfe immer noch ein Schutzstreifen Gummie unter dem vorderen Beam. Schaden tut es auf jeden Fall nicht.

 

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