Dyreborg haven

In diesem Urlaub passt es mit dem Wetter, es ist sonnig und warm. Gerade das Wetter ist beim Cat-segeln nicht unwichtig. Es ist ja schon nicht schön mit einer Yacht bei Schietwetter zu segeln, aber auf einem offenen Strandcat ist es erst recht nicht lustig.

Wenn der Regen einen unterwegs erwischt ist es nicht ganz so schlimm, aber bei Regen starten bringt einfach keinen Spaß .

Insofern ist heute alles im Lot und wir wollen heute nach Dryeborg Havnen . Es handelt sich bei Dryeborg Havnen um einen kleinen urigen Fischereihafen. Dieser Hafen hat auch einige Gastliegeplätze für Yachten. Weiterhin befindet sich in diesem Hafen eine kleine Werft, was einen besonderen Charme hat. Sowohl das Fahrwasser als auch das Hafenbecken sind sehr eng. Für uns hat dieser kleine Hafen viel Atmosphäre und natürlich gibt es dort auch einen Kaffee. Für den Skipper immer ein Grund den Hafen anzulaufen. 

Dyreborg Havnen
Dyreborg Havnen Eine Aufnahme von einem Jahr davor
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Lyö

Lieber Leser, heute waren wir tagsüber mit den Fahrrädern auf Erkundungstour.

Am späten Nachmittag entscheidet sich meine Crew noch für einen spontanen Segelausflug.

"Hättest Du Lust noch zur Insel Lyö zu segeln ? Ist ja nicht so weit." werde ich gefragt.

"Mh, kööönnen wir machen ". Gabi ist ja noch nicht so lange bei der Seefahrt und weiß daher nicht, dass abends der Wind einschläft.

Aber gut die Bedingungen für eine schöne Abendtour sind schon nicht schlecht. Keine Wolken am Himmel, Wind um die zwei Bouéfort abnehmend. keine Welle.

Wenn der Wind einschläft müssen wir halt paddeln. Einen Außenborder haben wir ja nicht und ein Motor an einem Katamaran sieht ja auch komisch aus.

 

Gabi an der Pinne in Abendstimmung auf dem Weg Nach Lyö
Gabi an der Pinne in Abendstimmung auf dem weg nach Lyö

 

Wir machen unser Boot klar, ziehen unsere Trockenanzüge an und nehmen Kurs auf unsere erste Ostseeinsel. Ganz gemütlich mit 9 bis 10 km/h = 4,5 Knoten segeln wir unserem Ziel entgegen. Der Hafen von Lyö sieht zum Greifen nah aus und doch ist er noch ein ordentliches Stück von uns entfernt. Entfernungen auf dem Meer zu schätzen ist enorm schwierig. In der Regel ist der Hafen weiter weg als man auf Sicht vermutet.

Wir müssen nicht direkt in den Hafen segeln, links von der Kaimauer des Hafens gibt es einen recht schönen Strand. Dort können wir ganz bequem mit unserem Katamaran beachen.  Jetzt in den Abendstunden sind auch keine Schwimmer im Wasser. Dies ist so ein Punkt, den man als Katamaransegler immer beachten sollte, wenn man an einen Strand fährt. Der Kopf eines Schwimmers ist im ´Wasser kaum zu sehen. Es ist auch ein "no go" mit einem Kat in eine Badezone zu segeln. Es findet sich meistens neben der Badezone noch ein Stück Strand, wo man mit seinem Kat anlanden kann.

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Auf der Ostsee

Wir haben beschlossen unsere Revierkenntnisse zu erweitern. Das ist ja das Schöne an unserem Katamaran. Wir lassen kurzer Hand mal die Luft ab und verstauen alles in die Packsäcke und schon können wir ein neues Revier erkunden.

Wir sind mit Boot und Wohnwagen für 14 Tage auf die Insel Fyn ( Dänemark) gefahren.

Unser Cat zwischen den Fischerbooten
Unser Cat zwischen den Fischerbooten

Der Campingplatz war mir schon von einer Paddeltour her bekannt. Hier gibt es eine etwas abenteuerliche Slipanlage und eine schöne Wiese wo wir unseren Katamaran ablegen können. Nach Rücksprache mit dem Campingplatzbetreiber war es überhaupt kein Problem, dass wir unseren Kat zwischen die Angelboote legen durften. Wir waren das einzige Segelboot auf dem Platz.

Wie eigentlich immer sind wir das Gesprächsthema auf dem Platz, wenn wir uns daran machen unseren Katamaran aufzubauen. Von Einigen werden wir "heimlich" beobachtet und von den Mutigeren werden wir angesprochen. Mit Klönen und diverse Fragen beantworten, benötigen wir in der Regel ziemlich genau eine Stunde um unser Boot aufzubauen. Durch die Klönerei kommt es schon einmal vor, dass wir Teile in der falschen Reihenfolge zusammenbauen und beim nächsten Schritt feststellen. dass wir etwas vergessen oder eben in der falschen Reihenfolge zusammengebaut haben. Dann heißt es Kommando zurück und das Ganze nochmal zusammenbauen. Klar ist es am besten wenn man beim Aufbau nicht abgelenkt wird aber es freut uns sehr, das unserem Boot soviel Interesse entgegengebracht wird.

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Erneut ein Seenotfall

Aus dem Logbuch:

Wind 4-5 Bouefort

Wassertemperatur ca.18 ° C

Etmal 11,5 km

 

Wetter: eigentlich genial zum Katamaransegeln. Schäfchenwolken sind am Himmel und es herrscht guter Wind.

 

Unser Strand, von dem aus wir unsere Segeltouren starten, liegt bei SW Wind geschützt hinter einer Insel. Dies ist der Grund, warum wir nicht mitbekommen haben was uns draußen auf dem See erwartet.

Heute starten wir mit zwei Grabner Happy Cat Vision von unserer Basis. Gabi und ich zusammen auf unserem Kat und Curt alleine auf seinem Katamaran.

Obligat ist es für uns, dass wir unsere Trockenanzüge anziehen. Danach wird der  Katamaran in das Wasser geschoben. Ich halte den Kat im Wasser stehend gegen den Wind während Gabi alle Leinen klariert und das Großsegel einschäkelt. Wir besitzen am Ende unseres Großsegels eine Metallplatte mit drei Löchern. Je nach Wind und Gewicht der Besatzung wird die Großschot  in eins dieser Löcher eingeschäkelt. Bei viel Wind nimmt man das Loch ganz vorne zum Mast hin. Hat man dagegen wenig Wind wird die Großschot am besten ganz in das hintere Loch eingeschäkelt. Dadurch bekommt das Segel einen richtigen Bauch und kann den wenigen Wind optimal nutzen.

Heute entscheiden wir ( meistens entscheide ich zur Zeit) uns auf Grund der gefühlten Windverhältnisse für das mittlere Loch in der oben erwähnten Lochplatte.

Hier die beschriebene Lochplatte des Großsegels
Hier die beschriebene Lochplatte des Großsegels

Erst wenn Gabi alles klar an Deck hat drehe ich den Katamaran in den Wind und klettere an Bord.

Ab jetzt hat man wenig Zeit Versäumtes nachzuholen, denn sofort nimmt der Kat Fahrt auf. Sollte man doch etwas vergessen haben, was uns  regelmäßig passiert, bleibt nur ein Aufschießer um das Versäumte nachzuholen. Einen Beiliger können wir in der Regel so dicht am Ufer nicht fahren, da wir sofort an Land getrieben würden.

Wir sind heute zuerst auf dem Wasser. Curt benötigt noch etwas Zeit um seinen Kat startklar zu bekommen.

Wir haben jetzt schon gut Fahrt drauf, dabei befinden wir uns noch im Schutz der Insel. Als wir die Insel passiert haben erfasst uns der SW mit voller Wucht. Der Wind kann an dieser Stelle 15km Anlauf über den See nehmen. Entsprechend haben wir in diesem Gebiet auch reichlich Welle. Zur Zeit steht hier eine Welle von gut 1 Meter Höhe. Wir müssen uns voll konzentrieren, unser Kat zischt und springt über die Wellen das es nur so schäumt.

"Wir müssen rüber zur Prinzeninsel und dort in die Bucht den Großschotschäkel auf das vordere Loch setzen": sage ich zu Gabi.

Gabi stimmt mir zu und meint:" das könnte für Curt zuviel Wind sein!"

"Ja, aber wir können ihn jetzt nicht warnen. Hoffen wir dass er durchkommt. Wir müssen erst zur Prinzeninsel rüber."

ist mein Kommentar.

 

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Ein Hafen gefunden

Im letzten Artikel habe ich es ja schon angekündigt. Ich bin auf der Suche nach einem festen Liegeplatz für unseren Katamaran.

Zu Hause habe ich mit Gabi darüber gesprochen. Das Aufbauen des Katamarans ist ja ganz schön, aber nach einer anstrengenden Segeltour wieder abbauen, das gefällt mir gar nicht.

Nun die Gretchenfrage,  wo legen wir unseren Kat hin. Es kommt die Ostsee in Frage oder der Plöner See. Die Elbe ist keine Option, da hier die Strömung viel zu stark für uns ist.

Nachdem wir das Für und Wider abgeklopft haben, werden wir unseren Katamaran an den Plöner See legen. Gabi war nie begeistert von einem Dauercampingplatz, aber wir haben Glück. Wir bekommen einen schönen Platz und auch einen Liegeplatz für unseren Kat.

Auf unserem Campingplatz gibt es eine richtige Katamaran Gemeinde und wir sind der erste Schlauchcatamaran in dieser Gemeinde. Natürlich werden wir von den Festrumpfkatamaranseglern nicht ganz für voll genommen, aber das stört uns herzlich wenig. Das Ganze ist auch nicht ganz so ernst  gemeint. Wir bekommen gleich die ersten nützlichen Tips für das Katamaransegeln.

Unser Kat zwischen den festrumpfkatamaranen
Unser Kat zwischen den Festrumpfkatamarananen

Nach einiger Zeit verdienen wir uns den Respekt der eingefleischten Katsegler. Sie sind erstaunt über die Segelleistung, die  wir mit unserem Boot erbringen. Wir können den Festrumpfkatamaranen zwar nicht das Wasser reichen sind aber doch erstaunlich schnell und können ordentlich Wind ab.

Hin und wieder sind wir bei 4-5 Bouefort zuerst auf dem Wasser und erst wenn wir durchhalten kommen die Festrumpfkatamarane raus.

Mittlerweile hat Gabi sich an den festen Liegeplatz gewöhnt und weiß es zu schätzen, wenn wir durchgefroren in unserem Wohnwagen einen heißen Kaffee genießen können. Der Plöner See ist ein schönes Segelrevier. Es dürfen keine Motorboote fahren und seine Ausdehnung ist groß genug, dass wir mit unseren Katamranen reichlich Spaß haben.

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Die paar Gramm mehr

Der Winter war mal wieder viel zu lang. Es kribbelt, ich möchte endlich auf das Wasser und segeln.

Heute scheint mir ein guter Tag für den Saisonstart zu sein. Leicht bewölkter Himmel und Wind zwischen 4 und 5 Boúefort. Ich bin heute alleine unterwegs, da Gabi arbeiten muss.

Im Winter haben wir uns noch ein Kenterkissen für den Mast zugelegt. Es funktioniert wie eine Automatikrettungsweste und wird am Masttop befestigt. Dieses Kenterkissen soll verhindern, dass der Mast bei einer Kenterung gleich durchkentert. Bei einem normalen Katamaran passiert die Durchkenterung nicht so schnell wie bei uns. Das liegt daran, dass der Mast von einem Festrumpf Katamaran in der Regel einteilig ist und oben wie unten durch Kunststoffbuchsen verschlossen wird. Dadurch hat der Mast bei einer Kenterung genügend Auftrieb. Unser Mast hingegen besteht aus vier Teilen, welche zusammengesteckt werden. Dies rührt daher, dass die Länge der Packsäcke vom Hersteller bewusst auf zwei Meter begrenzt wurden.

Kentersicherung am Mast hat ausgelöst nach einer Kenterung
Kentersicherung am Mast hat ausgelöst nach einer Kenterung

Wie schon an anderer Stelle erwähnt, ist mein persönliches Kampfgewicht nicht sehr hoch. Dies hat zwei Dinge zur Folge.

Erstens: Ich kann schneller kentern wenn eine Windbö mich überrascht.

Zweitens: Ich bekomme den Katamaran nicht aufgerichtet, wenn er durchgekentert ist.

Liegt der Mast hingegen auf der Wasseroberfläche schaffe ich es recht schnell den Katamaran wieder aufzurichten. Natürlich hat jede Medaille zwei Seiten. Die zweite Seite dieser Medaille ist, dass das Trampolin wie ein Segel wirkt wenn der Mast nicht durchkentert. Es sind gut vier Quadratmeter. Somit darf ich den Kontakt zum Katamaran bei einer Kenterung nicht verlieren. Es ist immer ein Abwägungsprozess für was man sich entscheidet. Ich habe mich für das Kenterkissen entschieden und weiß um die Nachteile. Ich glaube das dies  entscheidend ist.

Am Plöner See angekommen, beginne ich mit dem Aufbau unseres Schlauchcatamarans. Heute am Donnerstag Morgen stört mich keiner. Es ist gerade einmal 10:00 Uhr morgens und noch recht frisch. Wind aus West mit einer Stärke von 4-5 Bouefort und blauer Himmel. Das Trampolin und die Rümpfe sind schnell aufgebaut. Für das Aufpumpen beider Rümpfe benötige ich ca. 15 Minuten mit einer Handpumpe. Danach ist mir schön warm und ich kann den Mast zusammenstecken. Ich habe schon einmal die Kentersicherung am Masttop befestigt. Mit etwas Übung gelingt es mir in der Regel den Mast aufzustellen. Auch wenn dieser sechs Meter lange Aluspargel mit seinen ganzen Leinen und Wanten recht unhandlich für eine Person ist. Die Länge ist das Problem nicht das Gewicht des Mastes.

Aber heute entwickelt mein Mast wirklich ein Eigenleben.

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