3 Grabner Happy cat auf einem Kurs

Heute agt der Wetterbericht perfekte bedingungen voraus. 

Wind aus West mit der Stärke 3 bis 4 Bouefort.

Blauer Himmel mit Schäfchenwolken und moderate Temperaturen. Mit den Temperaturen haben wir ja irgendwie immer etwas zu kämpfen. An Land ist es viel zu warm und auf dem Wasser friert man nachher. Wir bereiten unseren Evo an seinem Standplatz vor und ziehen ihn dann kurz vor den Strand. Hier ist noch Rasen und wir können im Wind unsere Trockenanzüge anziehen. Das funktioniert recht gut, da der Wind für die nötige Abkühlung sorgt. Nachdem wir uns angezogen haben , bedeutet neben Trockenanzug ,Trapezhose und Schwimmweste noch darüber, können wir unseren Evo zu Wasser lassen. Ich halte unseren Evo im Wasser schön gegen den Wind während Gabi den Slipwagen an Land verbringt. Ich nutze gleich die Zeit unseren Verklicker vorne am Bugsprit zu befestigen. Das mache ich bewußt erst jetzt, da ich ihn sonst immer verbiege, wenn ich den Evo ins Wasser ziehe. Gabi hat in der Zwischenzeit den Slipwagen geparkt und klettert an Bord. Sie setzt den Cunningham durch , löst das Schwert und hängt die Großschot im Segel ein. Heute entscheiden wir uns für das letzte Loch in unser Segelplatte. 

Jetzt ist alles bereit, die Ruderanlage ist auch soweit. Wir klären noch kurz in welche Richtung wir ablegen und dann geht es auch schon los. Ich ziehe den Evo noch etwas weiter in den See und drehe ihn dann in den Wind. Mit einem beherzten Griff in die Wanten schwinge ich mich auf das Trampolin. Kurzer Blick neben die Rümpfe und die Tiefe schätzen und als erstes setzte ich das Schwert durch. Okay keine Grundberührung also nach hinten zur Steuerfrau und das Ruderblatt durchgesetzt. Dafür dreht Gabi leicht in den Wind, damit der Druck nich zu groß ist. Ruder ist durchgesetzt und sofort fällt Gabi wieder ab. Nach dem Durchsetzen des Ruders muss ich noch schnell die beiden Seile oben an der Pinne kurz festklemmen, sonst verhaken sie sich im Feststeller welcher unter der Pinne sitzt. Jetzt wieder nach vorne gerobbt und die Fock raus. Ich bin immer wieder erstaunt welche Zugkraft unsere Fock entwickelt. Jetzt heißt es die Plätze tauschen, ich übernehme die Pinne und Gabi die Vorschot.Sie fühlt sich an der Vorschot und im Trapez einfach wohler als an der Pinne. Weiterhin hat sie einfach das optimale Gewicht für unser Boot und das Trapez. 

Bei schönstem Wetter segeln wir so gemütlich auf den See hinaus. "Oh, schau mal ,segelt davorne nicht ein Happy cat?" kommt es von meiner Vorschoterin. " Stimmt ich sehe ihn auch" mittlerweile erkennt man die schwarzroten Segel recht gut auf dem See. Wir versuchen etwas dichter an den anderen Happycat heranzukommen. Wir haben Glück und erwisschen ein schönes Windfenster und geben so richtig gas. Wir holen von hinten auf und haben den anderen Happycat fast erreicht. Da kommt uns von vorne noch ein Happy cat entgegen. Was ist den hier heute los, dass ist ja richtig eine Gummientenschwemme. Der Happy cat welcher uns entgegen kommt geht zwischen uns beiden anderen Booten durch und leitet dann eine Wende ein. Nun segeln wir mit drei Happycat in breiter Front auf Bosau zu. Der Neo kommt auf rufweite ran , so können wir uns kurz austauschen . Der Huricane ist weiter weg und mit einem Erwachsenen und Kind besetzt. Der Neo mit einem Segler und wir mit dem Evo halt zu zweit. Schade ich habe meinen Fotoapperat nicht dabei und komme auch nicht an mein Handy ran. Das ist wirklich blöd. Hätte gerne für diesen Bericht schöne Fotos gemacht. Na ja, so müsst Ihr liebe Leser es Euch halt vorstellen. Blauer Himmel , Schäfchenwolken und drei Schwarz rote Segel mit roten Rümpfen in Linie. Nach dem wir das Ende vom See erreicht haben heißt es für alle Boote die Wende einleiten und unser kleiner Verband löst sich auf. Auf der Rückfahrt kommt uns die Laser Vago von unserem Platz entgegen. Ihr Besitzer leitet bei unserem Treffen eine Wende ein und wir wollen eine kleine interne Regatter segeln. Die Laser Vago ist nicht langsam, aber so ganz kommt sie nicht an uns ran. Jetzt hat die Laser noch ein Windloch erwischt und sie kentert. Wir gehen auf standby und segeln zurück und bleiben in der Nähe von der Laser. Ihr Besitzer kann sie auch aufrichten , aber sie kentert gleich wieder zur anderen Seite durch. Beim zweiten Versuch gelingt es mit dem Aufrichten und als der Besitzer wieder an Bord ist geht die wilde Jagd weiter. Jetzt bekommen wir richtig Wind,  Gabi geht in das Trapez und unser Evo gibt richtig gas. Die Laser hat jetzt keine Chance mehr gegen uns,  sie bleibt weit achteraus. Gabi freut sich riesig ,kann sie doch jetzt einige Kilometer einfach nur im Trapez stehen und die Geschwindigkeit genießen. Ich freue mich auch über die sehr gute Leistung von unserem Cat, ich hätte nicht unbedingt damit gerechnet, dass wir die Laser so deutlich hinter uns lassen. Dies zeigt mir mal wieder was für ein Potential in unserem Evo steckt. 

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