Endlich wieder auf dem Wasser

Also dieses Jahr ist es wie verhext. Nun haben wir ein freies Wochenende und können immer noch nicht segeln. Der neue Mast wurde von der Firma Grabner innerhalb von 14 Tagen geliefert. Das fanden wir wirklich klasse. Nun weht hier im Norden wieder ein Wind von Stärke 7 bis 8 Beaufort. Ich gebe zu,  dass mich das langsam nervt. Allerdings möchte ich meinen neuen Mast nun auch nicht gleich wieder schreddern. Am Sonntag lässt der Wind ein wenig nach und Gabi und ich versuchen unser Glück. Wie immer sind wir mit unserem Schlauchcatamaran die Ersten die starten. Der Wind bläst immer noch mit Stärke sechs. Das bedeutet, dass wir das kleine Sturmsegel aufziehen. Nach dem alle Vorbereitungen wie gewohnt abgeschlossen sind, schwinge ich mich zu Gabi auf das Trampolin und los geht es. Wir rollen unsere Fock gar nicht erst aus. Auch so reicht der Druck im kleinen Großsegel für eine rauschende Fahrt. Sobald wir den Schutz der vorgelagerten Insel verlassen erfasst uns auch eine recht starke Dünung. Die Wellen sind heftig und unser Bauchgefühl sagt,  dass dies wirklich noch zuviel ist. Also die Wende eingeleitet. Halsen bei diesem Wind bricht einen den Hals, daher kommt ja dieser Begriff! Wir kommen bei diesem Wellengang mit dem kleinen Großsegel nicht durch den Wind. Auch mit Rückwärtsfahrt ist hier heute nichts zu machen. Also doch die Fock raus und schon sind wir durch die Wende durch. Nun greift aber auch die zu große Fock und wir rasen wieder in Richtung Strand. Für solche Aktionen ist die normale Fock einfach zu groß. Wir werden uns eine zwei qm große Fock von unser Segelmacherin fertigen lassen. Bei solchen Bedingungen benötigen wir nur den Druck der Fock um sauber durch die Wende zu kommen.  So wie wir zur Zeit die Segelkombination haben , kleines Groß normale Fock stimmt das Verhältnis der Segel zueinander nicht.

Hinter der Insel werden die Wellen wieder geringer. Wir wenden noch einmal und drehen hinter der Insel noch eine Runde. Jetzt nehmen die Böen noch mehr zu. Das macht hier alles keinen Sinn, dass ist nur noch Kampf und geht auf das Material. Wir entschließen uns es heute dabei zu belassen und nehmen Kurs auf unseren Strand. Immerhin waren wir heute 20 Minuten auf dem Wasser. Wir und auch unser Evo können schon einiges ab. Aber was zuviel ist ist zuviel.Somit bleibt die Hofnung, dass es am nächsten Wochenende nicht ganz so doll weht und wir mal wieder richtig segeln können.

Kommentar schreiben

Kommentare: 4
  • #1

    Guido (Mittwoch, 17 August 2022 22:01)

    Schöne Grüße euch beiden, auch ich war im Juni da und der Wind war echt heftig.Durch das segeln bei mehr Wind haben die Mastelemente sich schon abgearbeitet. Beim hochziehen des Segels hat man das deutlich gemerkt.Mit dünnen Blechen habe ich das Spiel verringert. Auch die beiden Kunststoffrollen oben am Mast müssen bei mir getauscht werden. Verschleiß bei mehr Wind ist halt da .Viel Wasser unterm Kiel wünsche ich euch und bleibt gesund. In der 38.Woche ist wieder Plauer Segelwoche für Schlauchis,vielleicht sieht man sich dort mal. LG Guido

  • #2

    Carsten sagt (Donnerstag, 18 August 2022 13:15)

    Moin Guido,
    schön von Dir zu höhren. Leider sind wir anderweitig eingebunden. Aber ich muss mir die Plauer Segelwoche für das nächste Jahr auf den Zettel schreiben.

    LG Carsten

  • #3

    Chris (Montag, 12 September 2022 00:04)

    Hallo Carsten,
    Wwas ich mich frage - der Evo hat ja eine Rollfock oder? Kann man diese bei solchen Bedingungen nur 1/2 oder 2/3 ausrollen oder lässt sich das bei dem cat so nicht machen.? Keine Dauerlösung, klar. Aber für Situationen mit plötzlich sehr viel Wind...

  • #4

    Carsten sagt (Donnerstag, 15 September 2022 13:09)

    Moin Chris,
    Ja, der Evo hat eine Rollfock. Da er aber kein starres Vorstag besitzt wie z.B. eine große Segeljaacht, lässt sich die Fock entweder ganz oder gar nicht ausrollen. Man kann es mit einer halben Fock probieren, aber ich meine, dass sie sich dann trotzdem abnudelt. Aber ehrlich gesagt weiß ich es jetzt auch nicht so genau. Ich hatte es mal vor Jahren probiert und erinnere mich, dass es nich von Erfolg gekrönt war.